Vorbemerkungen

 
Arbeiten beim Steinmetz Seit Beginn des Schuljahres 98/99 sind Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst mit dem Entwurf, der Planung und der Realisierung von Kunstobjekten zur Gestaltung des Schulgeländes beschäftigt, wobei im 1. Semester (12/2) die inhaltliche und planerische Tätigkeit geleistet wurde und in der Folgezeit außerhalb des Unterrichtes mit der Realisierung der Objekte begonnen wurde. Das ganze Projekt ist von Anfang an mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam abgesprochen und geplant worden. Der fächerübergreifende Aspekt des Themas sollte dabei eine besondere Herausforderung darstellen, weil Kunst und Mathematik scheinbar unvereinbare Gegensätze darstellen - bei Natur und Mathematik verhält es sich kaum anders. Innerhalb des Kurses wurden drei Teams gebildet, die sich jeweils ein mathematisches Problem frei wählten, das Thema unter verschiedenen Aspekten untersuchten und gestalterische Entwürfe entwickelten. Die Teams arbeiteten in verschiedenen Bereichen arbeitsteilig ( mathematisches Problem, kunsthistorische Bezüge, Verbindungen zu anderen Fachdisziplinen, Konstruktionszeichnung, Modell etc.) und in anderen Bereichen parallel zueinander (eigenständige Ideenskizzen und Präsentationszeichnungen). Aus schulorganisatorischen Gründen fand keine direkte Zusammenarbeit mit einem Mathematik- oder Biologiekurs statt. Einzelne Fachlehrer standen zur Beratung im Unterricht bzw. außerhalb der Unterrichtszeit hilfreich zur Seite. Hierdurch eröffneten sich völlig neue Perspektiven, die deutlich machten, dass Kunst, Natur und Mathematik durchaus enge Bezüge aufweisen (z.B. Fibonacci-Reihe bei Mario Merz "8-5-3 dreifacher Iglu").
Bei der Realisierung des Vorhabens geht es nicht allein um den fächerübergreifenden und künstlerischen Aspekt, sondern auch um die eigenständige planerische und organisatorische Umsetzung (Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, der Umgang mit Behörden und Ämtern, Problemlösung und Materialbeschaffung). Die Unterstützung und Beratung von Fachleuten (Architekt, Statiker, Steinmetz und Bildhauer) vermittelten darüber hinaus die entsprechende Sachkompetenz. Durch die Bereitschaft einzelner Betriebe (Steinmetz, Schlosserei) hatten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung neue handwerkliche Fertigkeiten kennen zu lernen. Die außerschulische Zusammenarbeit (Atelierbesuch, Beratung im Unterricht) mit dem Künstler HAWOLI, der sich thematisch mit dem Problemkreis Natur und Technik auseinandersetzt, hat die Kursteilnehmer beeindruckt und bei der Gestaltung beeinflusst. Von den ursprünglich geplanten Landart-Objekten nahmen die Teams Abstand (fehlender Landschaftsraum, Zerstörung der Objekte durch Vandalismus), so dass der Begriff lediglich als Arbeitstitel zu verstehen ist. Im Vordergrund der Arbeit stand auch weniger das Endprodukt als der Arbeitsprozess, obwohl eine Umsetzung aller Ideen für die Schülerinnen und Schüler wünschenswert ist. Die vorliegende Website gibt einen Einblick in die einzelnen Gruppenergebnisse.
Vernissage
Video zur Vernissage
22. Juni 1999