HAWOLI (Balance)
In Hawolis neueren Werken spielt die ‚Balance' zum Teil eine bedeutende Rolle. Damit soll die Doppelwertigkeit unser gesellschaftlich-ökologischen Situation ausgedrückt werden: also die Möglichkeit, auch das Gegenteil einzuschliessen (z.B. Hassliebe).
Somit stützen Stein und Stahl einander, und die Ambivalenz (Doppelwertigkeit) wird durch die instabile Wirkung beider Materialien zueinander sichtbar gemacht. Meist festigt der Stein den labil und unsicher aufgestellten Stahl (zumindest soll man den Eindruck von Unsicherheit bekommen). Der Stahl ist in der Arbeit oft als Dreieck oder Winkel aufgeführt. Dem Stein nützt der Stahl als Stütze oder Auflage.
Durch diese Ausrichtung der Materialien zueinander wirkt das Werk einerseits stabil, andererseits auch instabil. Gut zu beobachten ist diese Wechselwirkung an der Skulptur vor dem Gebäude der Bezirksregierung in Lüneburg. Die Arbeit trägt den Namen ‚Balance I' und wurde 1993/94 von dem Künstler Hawoli angefertigt.

Anmerkung: Weitere Ausführungen zum Themenkomplex "Zeit" ( drei Objekte aus dem Jahr 1983) werden an dieser Stelle nicht aufgeführt.