Archiv: Diese Seiten werden nicht mehr bearbeitet!
Exposystem Johanneum zur EXPO 2000 Alphabetischer Index unten
Die Natur als Erfindung des Menschen
Geisteswissenschaften      Hauff   


Der Meiler und die Köhlerei



Zuerst hat man einen großen Haufen Buchenholz. Der Köhler sucht sich zunächst einen freien Platz. Dann wird dieser gründlich gesäubert. Es werden drei Stämme Holz in die Mitte gestellt, die die sogenannte Röhre (den Schornstein) ergeben. Jetzt werden viele Schichten Holz um den Mittelpunkt gestellt. Das muß sehr sorgfältig gemacht werden, da sonst das Ganze in sich zusammenbricht. Die Röhre muß aber offen bleiben, weil sie später das Feuer, das Holz und die Holzkohle verschlucken muß. Die letzte Holzschicht muß besonders sauber gelegt werden, weil sie mit Laub und Erde verdichtet wird. Nun wird durch die Röhre Feuer und Glut auf den Boden des Meilers geschüttet. Die Röhre wird mit fertiger Holzkohle gefüllt. Zum Schluß wird zur Abdeckung eine Grassohle über die Röhre gelegt. In so einem Meiler kann es bis zu 800 Grad heiß werden. Das Verkohlen des Holzes dauert fünf Tage. Diese selbst gemachte Kohle kann man heute kaum noch bezahlen. Heute benutzt man Holzkohle nur noch zum Grillen oder zum Heizen, früher dagegen wurde sie zum Heizen, zum Schmieden und zum Salzsieden benutzt.

Solche Kohle besteht aus :


80% Kohlenstoff
14%Sauerstoff
4%Wasserstoff
2%Asche
und aus geringen Mengen Stickstoff.

Glasherstellung



Zuerst wird ein großes Gefäß voll mit 20 Teilen Soda, 30 Teilen Kalk und 100 Teilen Quarzsand gefüllt. Dies wird nun in einen Rundofen geschüttet, hinzu kommt noch Glas, um den Prozeß zu beschleunigen. Insgesamt kommt nun der Ofen auf 1500 Grad, mit dieser Hitze dauert die Schmelzung 12 Stunden. Jetzt nimmt ein Mann ein Eisenrohr und taucht es in die Masse. Der Klumpen wird unter ständiger Drehung in eine Hohlform geblasen. Der Nächste macht den Fuß für den Kelch. Nun wird der Kelch gerade gebogen und der entstandene Propfen abgeschnitten. Als nächstes wird das Glas geschliffen, der Rand wird abgerundet. Zur Wertsteigerung wird nun der Kelch verziert.

Der Holzfäller früher und jetzt


Bäume wurden zunächst mit der Axt gefällt. Diese war aus Stahl. Der Baumstamm wurde zuerst von der Talseite eingehackt wegen der Fallrichtung. Mit der Zwiehacke wurden die Äste abgehackt und anschließend mit dem Loheisen die Rinde abgezogen. Früher wurde die Rinde der Bäume für die Ledergerberei und zur Hüttenabdeckung benutzt.


Vor 200 Jahren fällte man die Bäume dann schon mit der Säge. Dafür waren zwei Leute nötig, aber es war schneller als mit der Axt. Mit der Zweimannsäge wurde nun eine Seite tief eingesägt, so daß der Baum fiel.

Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete man mit Maschinen, zunächst nur mit Motorsägen. Wie früher wird die Fallrichtung überprüft. Jetzt wird auch wie früher ein Keil zur Erleichterung tief in den Baum geschlagen, nun fällt der Baum. Wo immer es geht, wird heute die Motorsäge durch eine Holzerntemaschine (Harvester) ersetzt: diese fällt den Baum, entastet und entrindet ihn und zerteilt ihn in beliebige Stücke. Holzfällen ist heute wie früher eine schwere Arbeit.

Dennis M.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis



obenKlasse 7L Web: Gisela Müller  Dr. Dörte Haftendorn  Datum: Mai 98. Letzte Änderung am 25. Mai 2002
Exposystem [Geisteswissenschaften] [Hauff] [Inhalt] Überblick [Dokumentationsteam] [Email s.Ueberblick] Informationssystem