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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Das Kalte Herz
Ein fächerübergreifendes Projekt

7 L, 1997/98

Additive Teamarbeit

Schulentwicklung

Deutsch: Frau Müller

Kunst: Frau Bruckert

Erdkunde: Herr Freyberg

Didaktisch - methodische Überlegungen

Die Lektüre von Hauff " Das Kalte Herz" war als Pflichtlektüre für die siebenten Klassen unter den KollegInnen des Jahrgangs vereinbart. Nachdem die vorherige Lektüre "Tom Sawyer" mit der Methode des Lesetagebuchs verbunden worden war, sollte die Behandlung des Hauffschen Märchens ebenfalls bestimmte Entscheidungsmöglichkeiten für die SchülerInnen offen lassen, aber gleichzeitig mehr auf die Präzisierung des Inhalts hin abgestellt sein. Diese erfolgte über zwei Vorgaben:

      1. über die Verpflichtung, ein Erstlesebuch für Erstkläßler zu erstellen,
      2. über die Festlegung, zu einem Teilabschnitt ein passendes Bild zu malen.

Durchführung

Vom Lesetagebuch her waren die Schüler damit vertraut, unbekannte Wörter nachzuschlagen oder zu erfragen und ein Glossar dafür anzulegen. Es stellte sich heraus, daß der Text aus dem 19. Jahrhundert eine Reihe deutscher Wörter enthielt, die kaum noch gebraucht werden. Somit entstand durch das Anlegen des Glossars eine Spracherweiterung in der eigene Sprache.

Als nächstes teilten wir im Unterrichtsgespräch die Handlung in Abschnitte ein und vergewisserten uns durch kurze Nacherzählungen, ob der Inhalt vollständig verstanden wurde. Danach erfolgte die Entscheidung der SchülerInnen für einen dieser Abschnitte. In Einzel- oder Partnerarbeit war nun die Aufgabe zu lösen, den Text auf das Wesentliche zu verkürzen und die ungewohnten Ausdrücke zu modernisieren.

Anhand eines Beispiels aus einem Buch für Erstleser machten wir uns im Unterrichtsgespräch auch klar, daß außerdem nur einfache Sätze verwendet werden sollten und zur Spannungssteigerung an wesentlicher Stelle wörtliche Rede gebraucht werden mußte.

Mit diesen vier Kriterien gingen die SchülerInnen an die Arbeit. Somit war die erste Vorgabe im Rahmen des Deutschunterrichts zu bewältigen.

Die zweite Vorgabe ließ sich nur in Zusammenarbeit mit dem Kunstunterricht durchführen. Nach Absprache mit Frau Bruckert entschlossen wir uns zu einer additiven Teamarbeit. Während die neuen Texte im Deutschunterricht entstanden, wurden im Kunstunterricht die dazugehörenden Bilder entworfen und ausgeführt.

Für das Titelbild wurde abschließend ein Wettbewerb durchgeführt, zu dem alle Schüler ein Bild einreichen mußten. Der Preis bestand in einem Jugendbuch.

Da im "Kalten Herz" außerdem mehrere Berufe vorgestellt werden, die nicht unbedingt bekannt oder bereits weitgehend überflüssig geworden sind, wurde außerdem der Erdkundelehrer Herr Freyberg zur Mitarbeit gewonnen. Er behandelte zeitgleich die Berufe des Köhlers, Glasbläsers und Holzfällers, wie sie im 19. Jahrhundert ausgeübt wurden.

Das Produkt

Erstellt wurde in drei Wochen ein bebildertes Heft im DIN A 5- Format.

Kritik

Die Aufgaben und der Zeitpunkt waren für den Deutschunterricht richtig gewählt, da die Verkürzung des Textes eine Vorübung für die Inhaltsangabe darstellte und Techniken aus dem Lesetagebuch wiederverwendet werden konnten. Im Erdkundeunterricht ließen sich die Berufe als kleine Einheit in den laufenden Unterricht mühelos einfügen.

Im Kunstunterricht fehlten Vorübungen für die Bebilderung eines Textes, wie

Inhaltsverzeichnis



obenAutorin und Web: Gisela Müller   Datum: Mai 98. Letzte Änderung am 21. Oktober 1999
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