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Exposystem Johanneum zur EXPO 2000 Alphabetischer Index unten
Die Natur als Erfindung des Menschen
Geisteswissenschaften

Dies ist ein geschichtlich orientiertes Projekt über das, was im Dritten Reich als "entartete Kunst" bezeichnet wurde. Wir vertreten trotz der nicht gesetzten Anführungszeichen selbstverständlich nicht die Auffassung, die betrachtete -oder sonst irgendeine- Kunst sei wirklich "entartet".

Entartete Kunst

entartet
Die große Ausstellung 1937
Maler und Bildhauer

Geschichte

Bildende Kunst

Deutsch

Musik

machkunst
Ideologie, Institutionen
und Maßnahmen
der Nationalsozialisten

barlach2
Sansibar
oder der letzte Grund
Roman um eine Barlachfigur


Entartete Kunst
als Expo-Projekt

Die gemeinsame Arbeit an unserem Projekt


Projekt der Klasssen 10 L und 10 FL
Abi 2001
im Sommer 98


Saxophon
"Dekadenz"
und "Heile Welt"
in der Musik

Entartete Kunst als Expo-Projekt

Die Nationalsozialisten versuchten die gesamte Kultur ihrer Ideologie zu unterwerfen. Als Ziel wurde eine NS-Staats- und Einheitskultur angestrebt, die unter völliger Kontolle des nationalsozialistischen Machtapparates stand. Das NS-Menschenbild hatte dem "nordischen Rasseideal" zu entsprechen. Dieser erfundene und idealisierte Menschentyp wird zum beherrschenden Kennzeichen der NS-Kunst. Insbesondere die monumentalen Standbilder Arno Brekers spiegeln die Kunstaufassung des 3. Reiches wider: Körperkult, Rassereinheit und Wehrhaftigkeit verschmelzen zu einer Einheit und werden zur Grundlage des Menschenbildes der Nationalsozialisten.

Die Nationalsozialisten erfanden ein Menschentypus, das mit der realen Lebenssituation der Bürger nicht zu vereinbaren war. Der idealisierte Bürger lebte in der Vorstellung der Nationalsozialisten innerhalb einer Großfamilie in einem bäuerlichen Umfeld. Kinderreichtum galt als selbstverständlich und natürlich.

Die Nationalsozialisten schufen ein Menschenbild, das ihrer Ideologie und Naturvorstellung entsprach. Jede "Andersartigkeit" wurde verfolgt und als widernatürlich verboten.

Gemeinsame Arbeit an unserem Projekt

Unser fächerübergreifendes Unterrichtprojekt ENTARTETE KUNST wurde im Schuljahr 1997/98 parallel in zwei zehnten Klassen des Gymnasiums Johanneum in Lüneburg durchgeführt. Beteiligt waren die Fächer Geschichte, Kunst, Musik und Deutsch. Zu Beginn stellte jede Kollegin/jeder Kollege die inhaltliche Schwerpunkte aus Sicht seines Faches dar, die anschließend aufeinander abgestimmt wurden. Die im Geschichtsunterricht gelesenen Quellen zur NS- Kulturauffassung oder zur Organisation der Reichskulturkammer bildeten jeweils die Grundlage für die anderen Fächer, um mit den Schülerinnen und Schüler in den Fächern Kunst und Musik konkrete Einzelschicksale von verfolgten Künstlern und Musikern und deren Werke zu behandeln. Das Fach Deutsch brachte sich in das Projekt mit Teilaspekten des Romans Sansibar oder der letzte Grund ein. Darüberhinaus wurde der Roman im Deutschunterricht auch unter weiterführenden Gesichtspunkten vertiefend und zusannenhängend interpretiert und erörtert.

Es war Ziel dieses Projektes, die Unterrichtsinhalte der einzelnen Fächer inhaltlich aufeinander abzustimmen. Das eine Fach sollte dem anderen zuarbeiten, inhaltliche Wiederholungen sollten vermieden werden. Dabei sollte den Schüllerinnen und Schülern die thematischen Bezüge zwischen den einzelnen Fächern deutlich werden. Die Unterrichtsreihe schloß mit einem gemeinsamen Projekttag aller beteiligten Fächer. In der Aula wurden die Unterrichtergebnisse in verschiedenster Form der Öffentlichkeit präsentiert.



obenAutoren: Fred Radewaldt, Sabine Bruckert, Ruth Bechstedt, Waltraut Elle-Elbrechtz   
Datum: März 98.  Letzte Änderung am 14. März 2001
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