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Allgemeines zur Reichskulturkammer

Aus der Notwendigkeit der Beschränkung der Meinungsfreiheit im faschistischem Staat entstand ein umfangreicher, organisatorischer Apparat zur Überwachung des Kulturbereiches. Der erste Schritt dazu war die Errichtung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda im März '33. Dieses Ministerium kam einem Reichskulturministerium gleich, umfaßte allerdings nicht die Bereich Wissenschaft und Erziehung. Durch die Verordnung des Reichskanzlers Hitler vom 3 0. Juni '33 wurde das Ministerium als zuständig erklärt "für alle Aufgaben der geistigen Einwirkung auf die Nation, der Werbung für den Staat, Kultur und Wirtschaft, der Unterrichtung der in und ausländischen Öffentlichkeit über sie und der Verwaltung aller diesem Zweck dienenden Einrichtungen". Durch die 12 Abteilungen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda werden alle Bereiche der Kultur erfaßt.

I. Verwaltung, Haushalt, Personalien, Gesetzgebung

II. Propaganda/Überwachung der kulturellen Betätigung der Nichtarier

III. Rundfunk

IV. In-, Auslandspresse

V. Film

VI. Theater

VII. Ausland

VIII. Schrifttum

IX. Bildende Kunst

X. Musik

XI. Fremdenverkehr

XII. Reichskulturkammer



KDFWagen Die Reichskulturkammer, die am 22.September 1933 durch ein Gesetz eingeführt wurde, sollte unter Leitung von Joseph Goebbels, die Organisation der Verbreitung der Ideen der Regierung übernehmen. Berufskünstler waren zur Mitgliedschaft in dieser repräsentativen, kontrollierenden und zensieren-den Einrichtung verpflichtet. Neben der Kontrolle von Künstlern fand eine Gleichschaltung der Presse statt. Presse, Rundfunk und Film wurden somit zu wirkungsvollen Propagandainstrumenten: Goebbels selbst nutzte die "Gleichschaltung", um sich in der Zeitschrift "Die Musik" an die Leser zu wenden und ihnen seine Auffassung der "deutschen Kunst des nächsten Jahrzehnts", heldenhaft, hart wie Stahl und romantisch, gefühlvoll und nüchtern, näherzubringen. Goebbels wählte den "Völkischen Beobachter" zum offiziellen Organ der Reichskulturkammer. Unterstützt wurde die Musikpolitik durch Musikwissenschaften, die in kulturellen und rassischen Begriffen "akzeptabel", „einheimische"; "arteigene" Musik gegenüber "artfremder" oder entarteter definierten.



obenAutoren: Klasse 10F2 Web: Fred Radewaldt Datum: Frühjahr 98. Letzte Änderung am 18. März 2000
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