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Der Mond

Der Grundgedanke des Bildes ist es, das Zusammenwirken von Ordnung und Chaos in verschiedenen Bereichen darzustellen. Im Zentrum steht, dargestellt durch den bzw. im Spiegel, der Betrachter des Bildes. In ihm werden symbolisch durch den Farbkreis die verschiedenen Teile des Bildes zusammengefaßt. Der Farbkreis besteht aus dem weißen Stein, der sich, durch die Antenne mit dem Betrachter verbunden, an der rechten unteren Ecke des mittleren Quadrates befindet sowie sechs verschiedenfarbigen Steinen, von denen jeder in einem Bereich des Bildes zu finden ist. Unterhalb des weißen befindet sich der blaue Stein. In der Zone, in der er sich befindet, werden verschiedene Arten der Manipulation dargestellt. Zunächst ist dort ein Chip, der als Steuereinheit für die Lenkung verschiedenster Dinge genutzt werden kann. Sodann haben wir Geld, welches als indirektes Mittel zur Manipulation häufig genutzt wird, und schließlich einen manipuliert wirkenden Menschen.Die sich rechter Hand anschließende Zone mit dem violetten Stein beinhaltet einen Drehpunkt in Form eines Sterns. Dieser läßt die Wahl zwischen Charakterzügen wie (von der Münze im Uhrzeigersinn) Habgier, Verrücktheit, Monotonie, Eitelkeit, Isolation oder Gewalttätigkeit. In jedem steckt hintergründige Gefahr, symbolisiert durch das vertiefte Feuer.Dem Farbkreis folgend schließt sich das Gebiet mit dem roten Stein an. Dieser ist als Symbol für Feuer zu sehen, das ebenso wie die Patrone offene Gewalt darstellt. Das Bild der hier gezeigten Gewalt wird durch den wütenden Menschen und die schroffen Zacken komplettiert. Die verschiedenen Schattierungen der Letzteren stehen für die mannigfaltigen Facetten der Gewalt, welche jedoch alle im Dunkel münden.

asemb13 Die nun folgende Zone mit dem orangen Stein ist die des Versteckten. Hierfür stehen die schwarzen Steine, die als Augen im sie umgebenden Busch zu betrachten sind sowie das Periskop, welches aus dem Wasser hervorschaut. In der nächsten Zone (gelber Stein) wird die Boshaftigkeit dargestellt. Dieses geschieht durch Monster. Das Tierversuchsergebnis bildet die Brücke zum Menschen; die Kette steht für eine gewisse Eingeschränktheit. Das Lächeln in der Vertiefung zeigt eventuelle gute Seiten der angrenzenden Gebiete. Wie der Teil zwischen den beiden letzten Zonen die Folgen von Kriegen anprangert, so steht auch die letzte Zone nicht in direkter Beziehung zum Betrachter des Bildes, sondern bezeichnet einen eher gesellschaftskritischen Aspekt. Sie stellt im Ganzen eine Sonnenuhr dar, deren Zifferblatt vier Möglichkeiten aufweist. Dort ist zuerst die Glühbirne, die die Lösung von Problemen symbolisiert; weiterhin der Schlüssel, der zu der Lampe führt; der grüne Stein, welcher Hoffnung darstellt und endlich die Uhr. Diese steht auf kurz vor zwölf, was äußerste Gefahr bedeutet. Der manipulierte Lichtstrahl weist auf dieses letzte Symbol, bezeichnend für die Situation der Menschheit in immer wieder auftretenden Kriegen. Die vertiefte Uhr unterstreicht die Bedeutung der Zeit in diesem wie auch in den vorherigen Punkten. Als das einzige Symbol, das keinerlei direkten Bezug zur zentralen Bildaussage hat, haben wir den Mond als Titel gewählt.

Anton Abaschin, Frederik Fröhling



obenAutoren: Projektgruppe Entartete Kunst, Fred Radewaldt   Datum: März: 98  Letzte Änderung am 02. Mai 2001
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