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August Macke

1887 Am 3. Januar wird August Macke in Meschede / Sauerland geboren. Nach seiner Geburt zieht seine Familie nach Köln.

1893-1904 Schulzeit in Köln und Bonn. Mit Ausnahme des Zeichenunterrichts interessierte sich Macke recht wenig für die Schule.

1900 Umzug der Familie nach Bonn

1904 Verläßt Macke vorzeitig das Gymnasium und tritt in die königliche Kunstakademie Düsseldorf ein. Doch dort sieht der begabte Schüler seine Erwartungen bald enttäuscht.

1905 Besucht Macke die Kunstgewerbeschule, von der er sich mehr Anregungen erhofft, ohne seine Schülerschaft an der Kunstakademie zu kündigen. Zunächst ist er vom Unterricht seht begeistert: "Der Unterricht gefällt mir riesig gut!"In Düsseldorf lernt Macke die Intendantin des Schauspielhauses, Louise Dumont, kennen. Sie veranlaßt ihn dazu, Bühnenbilder und Kostüme zu entwerfen.Im April reist Macke erstmals nach Italien.

1906 Im November verläßt er Akademie und Kunstgewerbeschule.

1908 Reist Macke im April gemeinsam mit Elisabeth Gerhard, ihrer Mutter, Walter und Sophie Gerhard sowie mit einem Studienfreund ein weiteres Mal nach Italien.Am 1. Oktober wird Macke in Bonn als Einjährig-Freiwilliger zum Militärdienst eingezogen.

1909 Am 5. Oktober heiraten Elisabeth Gerhard und August Macke. Ihre Hochzeit führt sie nach Paris. Nach ihrer Rückkehr übersiedeln Elisabeth und August Macke für ein Jahr an den Tegernsee.

Macke, (Bildrechte frei) 1910 Sieht Macke Arbeiten von Franz Marc und ist so begeistert, dass er ihn in seinem Atelier besucht. Es entwickelt sich eine intensive Künstlerfreundschaft.Am 13. April wird der erste Sohn Walter geboren.Die Zeit in Tegernsee erweist sich als außerst produktiv; innerhalb eines Jahres entstehen ca. 200 Bilder.Durch Marc knüpft Macke Kontakte zur "Neuen Künstlervereinigung München".Er begegnet Kandinsky, Jawelensky und Münter.Im November kehren Elisabeth und August nach Bonn zurück, wo im Nachbarhaus der Familie Gerhard das Dachgeschoß zum Atelier ausgebaut wird.

1911 Im Februar bezieht Macke das neue Atelier.Wassily Kandinsky, Franz Marc und Gabriele Münter gründen die Redaktion "Der blaue Reiter" , der sich Macke anschließt. Sie arbeiten an einem Almanach, für den er den Aufsatz "Die Masken" schreibt.Am 18. Dezember wird die erste Ausstellung "Der blaue Reiter" in München eröffnet; weitere Stationen sind - u.a. durch Mackes Einsatz - Köln, Berlin, Hagen und Frankfurt.

1912 Nimmt Macke an der "Internationalen Sonderbundausstellung" in Köln teil.Wenig später sieht er eine Ausstellung futuristischer Malerei, die ihn tief beeindruckt.

1913 Am 8. Februar wird der 2. Sohn Wolfgang geboren.Für Juli und August organisiert Macke die "Ausstellung Rheinischer Expressionisten" im Kunstsalon Cohen in Bonn.Auf Anregung von Louis Moillet ziehen Mackes Ende September an den Thuner See. Es beginnt eine der wichtigsten Phasen seines Schaffens.

1914 Im Januar besuchen Paul und Lily Klee die Familie Macke in Hilterfingen.Mit der finanziellen Unterstützung Bernhard Koelers bricht Macke im April mit Klee und Moilliet über das Rhonetal nach Tunis auf. In Marseille gehen sie an Bord der "Cartharge" und erreichen am 7. April Tunis.Die wichtigsten Stationen ihrer Reise sind Tunis, Saint Germain, Hammamet und Kairouan.Zurück in Hilterfingen beginnt Macke, seine zahlreichen Eindrücke, die er in vielen Skizzen und Aquarellen festgehalten hatte, auf Leinwand umzusetzen.Anfang Juni kehren Elisabeth und August Macke nach Bonn zurück.Am 4. August bricht der erste Weltkrieg aus - August Macke wird zum Militärdienst eingezogen.Am 26. September 1914 fällt August Macke bei Perthe-les-Hurlus in der Champagne.

Macke verstand seine Bilder als "visuelle Poesie". Hauptthema war der Mensch, den er stark vereinfachend und nur flächendeckend angedeutet mit leuchtenden Farben wiedergab. Am bekanntesten wurden seine Straßen- und Parkmotive. Von besonderem Reiz in ihrer klaren Harmonie sind seine auf der Tunesienreise entstandenen Aquarelle. In ihnen wird das Licht zum eigenwertigen Medium der Kunst.



obenAutoren: Klasse 10L Mai 98  Letzte Änderung am 02. Mai 2001
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