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Reichsmusiktage vom 22.-29.Mai 1938

Die Reichsmusiktage, die am 22. Mai in Düsseldorf eröffnet wurden, sollten den Höhepunkt der Musikpolitk der Nazis darstellen.

Es wurden 30 musikalische Programme angeboten, darunter traditionelle und zeitgenössische Werke, wobei die zeitgenössische Musik überwog, und Werke, die "deutsche Identität und Gemeinschaft" symbolisieren sollten (eine Verzerrung von Beethovens Appell im Falle der "Neunten Symphonie"). Der offizielle Teil des Programms wies trotz Parteilieder, Militärmärsche etc. ein Fortbestehen des Vergangenen auf. Insgesamt wurden die Reichsmusiktage als "Fest der deutschen Musikgemeinde" von der Presse gelobt, jedoch wurden Symptome eines "vergangenen Zeitalters", wie "Dissonanz", "Konstruktivismus" und "Experimentierung" aufs schärfste attackiert.

Vom 26.-28. Mai kamen die wichtigsten Musikwissenschaftler zusammen, um sich auf fünf Diskussionsforen über die "Anwendung der Rassentheorie auf die Kategorien und Methoden der Musikwissenschaft" auseinanderzusetzen, wobei die fünfte "Musik und Rasse" die Schlüsselsitzung war. Eine Falschauslegung bzw. "Verdeutschung" der Meister und ihrer Musik blieb nicht aus.



obenAutoren: Projektgruppe Entartete Kunst, Waltraut Elle-Elbrechtz    Datum: März 98  Letzte Änderung am 06. April 2000
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