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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Protestantische Profile, ein Wettbewerb der evangelischen Kirche

5. Die Mitstreiter Die Bürgerinitiative: eine Region erhebt sich

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Wann wurde die Bürgerinitiative gegründet?

1973 wurde in Langendorf bei Gorleben ein Atomkraftwerk geplant. In der Region formierte sich ein Widerstand, welcher der erste Vorläufer der Bürger-Initiative selbst wurde 1977 gegründet, als am 22.02.77 Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein nukleares Entsorgungszentrum benannte.

Was ist Ihr Ziel?

Unser Ziel ist der Ausstieg aus der Atomkraft. Wir wünschen uns ein anderes Energiekonzept. Zwar nennen wir uns Bürgerinitiative Umweltschutz, aber eigentlich verbringen wir unsere gesamte Zeit damit, gegen Atomkraft zu kämpfen.

Wie ist die Bürgerinitiative aufgebaut?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Es gibt einen Vorstand mit Beisitzenden. Die Vorstandssitzungen sind offen für alle und wir praktizieren eine offene Vereinsarbeit mit verschiedenen Gremien. Regelmäßig finden "Köpfetreffen", d.h. Treffen der Delegierten der verschiedenen Ortsgruppen wie der "Initiative 60" oder den "Gorlebenfrauen" statt. Der sogenannte "Ratschlag" fällt Entscheidungen über Aktionen. Außerdem sind 150 Menschen für die Organisation der Demos, von der Pressearbeit bis zum Organisieren für die Klohäuschen, zuständig.

Sind Ihre Aktionen christlich motiviert?

Als Gruppe sind wir eigentlich nicht christlich motiviert, aber natürlich arbeiten viele Menschen aus christlichen Gründen mit. Außerdem findet regelmäßig das "Gorlebener Gebet" statt. Wir verstehen uns überparteilich und überkonfessionell.
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Wie wird die Bürgerinitiative finanziert?

Wir haben über 1000 Mitglieder, die Mitgliedsbeiträge zahlen. Außerdem erhalten wir Spenden.
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Mitgliedsbeiträge: 20 DM Rentner, Schüler, Arbeitslose, Auszubildende 50 DM Nichtfördernde ( Menschen die nicht aus dem Landkreis kommen, aber Initiative unterstützen wollen. 80 DM Vollmitglieder

Was halten sie vom Deeskalationsprojekt der Pastoren?

Im Prinzip halten wir es für eine gute Sache; in einigen kann dieses Projekt aber in Frage gestellt werden, wenn z.B. ein Pastor Demonstranten, die eine Sitzblockade durchführen, auffordert zu gehen. In brenzligen Situationen ist es allerdings sicherlich ein gutes Projekt.

Wie bekommen Sie ihre Informationen über Castortransporte etc.? Sind diese nicht geheim?

Ja, aber wir haben unsere anonymen Informanten.

Wie sehen Sie im Moment ihre Chancen?

Im Moment sehen wir ganz gute Chancen, einzelne AKWs vom Netz zu nehmen. Wir wollen auf ein mangelndes Entsorgungskonzept aufmerksam machen. Andererseits wird das Anti-Atom-Bündnis immer größer und auch Kirchen spielen hier eine zentrale Rolle.


obenAutoren: Jg. 13 (Abi 2000), Lehrerin Karin Aulike   Datum: September  99. Letzte Änderung am 03. April 2000
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