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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Protestantische Profile, ein Wettbewerb der evangelischen Kirche

8. Die Beobachter: Neutral wo steht die Presse?

Einleitung

Wir haben uns mit der Berichterstattung der Elbe-Jeetzel-Zeitung im Zusammenhang mit den Castortransporten und der allgemeinen Lagerung von atomaren Abfällen beschäftigt.
Dabei wollten wir herausfinden, ob die Tageszeitung aus dem Gebiet, in dem die Versorgergesellschaften einen Salzstock auf die Möglichkeit hin untersuchen, ob dort eine Endlagerung stattfinden könnte, auch wirklich objektiv über die Aktionen und Vorfälle ( zum Beispiel die Transporte ) berichten.
Hierzu haben wir uns eine große Anzahl von Artikeln dieser Zeitung auf Wertungen hin durchgelesen, sowie im Internet nachgesehen, welche Artikel dort auf welchen Seiten verwendet werden.

Ausführung

Der Hauptteil unserer Arbeit bestand darin, sich Informationen in Form von Artikeln zu besorgen, indem wir uns im Internet umgesehen haben, die Zeitung besorgt haben und uns von der Informations- und Pressestelle der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover den Pressespiegel zum Thema "Gorleben: Der Castor-Transport" haben schicken lassen, da wir eine sehr große Menge an Material benötigten, um uns eine möglichst objektive Meinung von der Art der Berichterstattung dieser Tageszeitung zu bilden.
Außerdem haben wir die Artikel anderen Menschen ( Mitschülern ) gegeben, damit sich diese die Texte durchlesen und auf diese Weise eine vielfältigere Beurteilung der Artikel möglich gewesen ist.
Aus den Aussagen, die wir mittlerweile alle zusammengetragen haben, ergibt sich relativ eindeutig die Meinung, daß es den Autoren nicht immer gelungen ist, die vorgefallenen Tatsachen völlig objektiv zu schildern, obwohl dies ihre Aufgabe wäre.
So gibt es im Bezug auf die Castortransporte manchmal überdramatisierte Bezeichnungen oder es sind einfach wertende Wörter und Sätze zu finden.
Ein anderer Punkt ist, daß einige Artikel auch zu einseitig geschrieben worden sind, so daß man den Eindruck gewinnt, daß es keinen anderen Standpunkt oder andere Möglichkeiten geben kann.
Bei einer Diskussion, die wir mit allen Leuten, die diese Artikel gelesen haben, geführt haben, ist jedoch herausgekommen, daß man als Reporter in den Artikeln beide Seiten berücksichtigen sollte und nicht nur die eine Seite zu Wort kommen lassen darf. Ansonsten könnte es leicht zu einer Verdrehung der Tatsachen kommen. Dies jedoch kann mit Sicherheit nicht der Zweck einer Tageszeitung sein, da sie den Meinungsbildungsprozeß der Bevölkerung mit bestimmt.
Außerdem haben die Redakteure die Tatsachen, Äußerungen und Vorgänge abzuwägen und kritisch zu beurteilen. Zum Beispiel sollte sie nicht am Ende eines Artikels ein Zitat setzen, zu dem jeglicher Kommentar fehlt und somit einfach eine Meinung in den Raum stellt.
Dies hat zwar auch Vorteile, da auf diese Weise eine Diskussion und Auseinandersetzung mit dem angesprochenen Thema angeregt wird, auf der anderen Seite würde ich sagen, daß so etwas die Stimmung eher noch anheizt und leicht zu falschen Zuschlußfolgerungen führt ( dies wurde uns auch von Herrn Giro, einer unserer Berichterstatter bestätigt (es ergibt sich eine Art CNN-Faktor, der die Emotionen verstärkt, dadurch, daß nur einig Ausschnitte gezeigt werden, die meistens ein Negativbeispiel zeigen)).
Man muß bedenken, daß es sich bei einem Zitat nur um die Meinung einer einzelnen Person, Gruppe oder einer Institution handelt, die nicht 100% erwiesen sein und nicht die Mehrheit darstellen muß.
Aber zur Verteidigung der Reporter wollen wir sagen, daß diese Dinge nur selten aufgetreten sind. Und vor allem sollte man beachten, daß sie es nicht leicht haben, da sie sich in einer Gegend befinden, in der die Bevölkerung sich in zwei Lager geteilt hat, (die Befürworter und die Gegner ). Sodass man täglich mit diesen Meinungen und Gegensätzen konfrontiert ist. Außerdem hat man sich selber mit Sicherheit eine Meinung gebildet. Diese wird sich unterbewußt auch in den Texten wiederfinden.
Als zweites haben wir uns noch mit der Verwendung dieser Artikel im Internet beschäftigt und herausgefunden, daß man sie eigentlich auf allen Seiten, die irgendwie mit dem Thema Castor zu tun haben, findet. Hauptsächlich sind die Artikel aber auf den Seiten der Bürgerinitiativen und der Castorgegner anzutreffen.
Jedoch weitaus beliebter sind auf diesen Seiten Stellungnahmen und andere Berichte, die man in etwa ab Seite 16 in der Elbe-Jeetzel-Zeitung findet, anzutreffen.



obenAutoren: Jg. 13 (Abi 2000), Lehrerin Karin Aulike   Datum: September  99. Letzte Änderung am 03. April 2000
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