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Protestantische Profile, ein Wettbewerb der evangelischen Kirche

3. Die Entdeckungsreise: Der Weg in den Widerstand

Fahrt von Lüneburg nach Gorleben

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Am Freitag, den 15.01.99 machten wir uns auf die Suche nach Gorleben. Geplant war eine Meinungsumfrage der Dorfbewohner zum Thema "Alltag um das Zwischenlager".
In einem PKW machten wir uns zu dritt auf den Weg von Lüneburg nach Gorleben. Wir stellten uns auf eine langweilige Fahrt ein, als wir der B 216 Richtung Dahlenburg folgten.
Der einzige Sonnenschein, den wir an diesem Tag zu Gesicht bekamen,war die "Castorsonne" kurz vor der Einfahrt zum Zwischenlager
Doch nachdem wir uns Dannenberg näherten, gestaltete sich die Fahrt interessanter. Während die Straßen entlang der Göhrde durch simple Holzkreuze begleitet waren, fielen kurz vor Dannenberg provokative Sprüche und Plakate auf.
Schließlich gelangten wir über kleine Dörfer wie Klein/ Groß Gusborn, Grippel, Pretzetze und Laase nach Gorleben.
Diese Eindrücke haben wir fotografisch festgehalten und kommentiert.
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Aufafällig war, dass
hauptsächlich
Bauernhöfe ihren Widerstand zum
Ausdruck brachten

Ankunft in Gorleben

Während wir durch Gorleben schlenderten, hielten wir nach interessanten kommunikationsfreudigen Passanten Ausschau.
Einerseits waren wir überrascht, daß Gorleben wider unserer Erwartungen nicht einem kleinen Hinterwalddörfchen entsprach. Andererseits mußten wir feststellen, daß wir für unser Vorhaben einen ungünstigen Zeitpunkt ausgewählt hatten. Auf den Straßen war keine Menschenseele zu sehen, Bäckerei, Einkaufslädchen und sonstige Kiosks waren geschlossen. Ein Blick auf die Uhr verriet uns den Grund Gorleben befand sich in vollkommener Mittagsruhe.
Doch wir gaben die Hoffnung auf einen Passanten nicht auf, und fuhren gemächlich durchs Dorf. Durchaus positiv war die Entdeckung des Informationshauses. Das kleine Erfolgserlebnis wurde getrübt, als wir ein kleines Schild entdeckten: Das Team des Informationshauses befand sich bis zum 31.01. im Urlaub.
Daraufhin beschlossen wir, damit wir wenigstens nicht umsonst den Weg gemacht haben, dem vielleicht zukünftigen Endlager einen Besuch abzustatten.
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Besichtigung des Zwischenlagers

wegtork.jpg 138x164 Als wird dort angekommen sind, mußten wir einen langen Weg zum Eingang zurücklegen. Während auf der rechten Seite ein Wald lag, nahm uns auf der anderen eine dammartige Mauer die Sicht. Zu sehen war nur eine hoher Turm und eine etwas größere Halle. Da der Weg durch den Wald und den Damm eingegrenzt war, konnten wir uns also nicht verlaufen. Nach einem fünf bis zehn minütigen Spaziergang sahen wir dann den großen Eingang, der wie Schleusen aufgebaut war.
Durch die Gitterstäbe konnten wir einen kurzen Blick ins Innere wagen, womit wir uns dann auch, bis auf die Photos, zufrieden geben mußten.
Der lange Weg in der Einöde zum Haupttor wurde begleitet durch monotone Summtöne. Die durch das triste Wetter beeinflusste Atmosphäre vermittelte uns den Eindruck, dass wir uns einer "geschlossenen" Anstalt näherten



obenAutoren: Jg. 13 (Abi 2000), Lehrerin Karin Aulike   Datum: September  99. Letzte Änderung am 03. April 2000
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