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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Gesprächskreis/Szene II

Ein Gesprächskreis / Szene II

Zwei Kolleginnen und ein Kollege, wir nennen sie C , D und N , treffen sich im Lehrerzimmer in einer gelassenen Gesprächsrunde; ihr Thema: das Expo-Projekt am Johanneum, etwa ein halbes Jahr nach seinem Start; auf dem Tisch vor ihnen Protokollbücher, viel bedrucktes Papier, neben ihnen Videorecorder

und ein PC.

C – wendet sich N zu:

Eine gute Gelegenheit auch für uns, versteht sich: Indem wir dich als neuen Kollegen an der Schule über den Verlauf unseres Expo-Projekts bis jetzt informieren, können wir rückblickend und kritisch betrachten, was sich bisher getan hat.

N: Immerhin, dann ist ja nicht nur mein Informationsbedarf Anlass für unser Treffen hier ...zögernd:

Dieses Vorhaben, ich meine die Beteiligung an dem Expo-Schulprojekt, ist sicher für das Selbstverständnis einer Schule ein wichtiger Moment. Ich meine, schon die Frage, unter die das Expo-Schulprojekt gestellt ist: Welche Schule braucht die Zukunft unserer Welt ? - die klingt zwar fast lächerlich hochtrabend, beunruhigt aber doch sehr , - und zwar auf positive Weise. Sie stellt ja all das, was hier in der Schule, im Unterricht geschieht, in eine sehr entscheidende Perspektive – wobei sich dann nur noch fragt, mit welchem Ausmaß an Blindheit oder Scharfsicht man diese Perspektive einnimmt....

D : Das hast du richtig schön gesagt...Eine wichtige Wirkung übrigens, die die Beteiligung an dem Expo-Projekt noch hat, ist – glaube ich - auch die, dass in der Schule, im Kollegenkreis , eigentlich bei allen Beteiligten über Curricula, über die Inhalte , mehr noch über Unterrichtsmethoden debattiert wird und vielleicht auch , dass sich ganz neue Diskurs – Formen und -Anlässe ergeben. Vielleicht kommt ja – na ja , ich weiß, das klingt auch ziemlich abgehoben - so was wie eine neue Diskurskultur zustande , diese Entwicklung mag erstmal das Klima ziemlich rau machen , aber der Gewinn kann dann um so größer werden...

C : Na weißt du .., da bin ich aber sehr skeptisch.- Was wir übrigens auch noch bedenken müßten, ist die Außenwirkung von Schule und Unterricht.

D: Das stimmt sicher. - Nicht schlecht, dass wir gleich zu Anfang einige Akzente angedeutet haben.- Ich schlage aber jetzt vor, dass wir uns heute nochmal klarmachen, wie die Bewerbung überhaupt zustandekam , wie die Diskussionen bis jetzt verliefen, wie erste Pläne entstanden und vielleicht auch schon umgesetzt wurden - klar, die Bedenken , die Skepsis und die vielleicht vorherrschende Aufbruchstimmung sollten wir dabei berücksichtigen.

Also- in den Unterlagen suchend- ich habe hier Unterlagen von den ersten Zusammenkünften, offenen Diskussionsrunden... das erste Mal am fünften Februar 97 . Etwa 20 Teilnehmer waren wir, berieten noch ziemlich zögerlich über die Bewerbung; wir entschlossen uns aber dann doch, erst einmal die Kurzbewerbung einzureichen. Das ist auch noch im Februar geschehen. Wieweit wir uns da schon über die Dimensionen des ganzen Vorhabens im Klaren waren...

N: Aha, die Kurzbewerbung..!

D: Na ja, also eine ....noch nicht verbindliche Bewerbung, mehr eine Bekundung unseres grundsätzlichen Interesses an der Teilnahme . Schon damals hatten wir das jetzige Thema unseres Schulprojektes formuliert: Die Natur als Erfindung des Menschen...

C: Das ist ein Thema, das mich bis heute eher ratlos macht, das in dieser Formulierung auch nicht gerade deutlich werden lässt, welche Projektthemen im Einzelnen möglich sind und welche nicht...Übrigens wurde ja durchaus in späteren Besprechungen und Konferenzen immer wieder mal dieses Problem angesprochen - wie ich finde, nicht so, dass alles geklärt wäre. Den Schülern geht es, wie ich durch Befragungen weiß, erst recht so.

D: Ich finde auch, ein wesentlicher Aspekt, über den wir unbedingt noch reden sollten. Vor allem solltest du dann von den Befragungsergebnissen berichten. Aber wir bleiben vielleicht doch erstmal bei der chronologischen Abfolge , oder ? ...



obenAutoren: Herr Ziese, Herr Radewaldt Datum: Februar 2000. Letzte Änderung am 15. März 2000
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