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Geschichte der europäischen Einigung

Durch den Zweiten Weltkrieg war die Wirtschaft Westeuropas zerstört worden. Einige bekannte Europäer hofften, dass der Wiederaufbau dazu führen könnte, ein vereintes Europa zu schaffen. Gemeinsame wirtschaftliche Interessen müssten eine gute Voraussetzung für eine bessere Völkerverständigung bieten!

1951 unterzeichneten sechs Länder den Vertrag von Paris und gründeten die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Mitglieder waren die Bundesrepublik Deutschland, die Niederlande, Belgien, Italien, Luxemburg und Frankreich.

Im März 1957 einigten sich die Außenminister dieser sechs Staaten in den Römischen Verträgen zur Bildung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EAG bzw. EURATOM).

Innerhalb von 12 Jahren sollten bestimmte Ziele erreicht werden, z.B. Die Abschaffung von Handelsbarrieren zwischen den Mitgliedstaaten, Einrichtung einer gemeinsamen Politik zur Verwaltung und Unterstützung der Landwirtschaft.

Im Juli 1967 schlossen sich die drei Gemeinschaften EWG, EGKS und EURATOM zur Europäischen Gemeinschaft - EG -zusammen.

Im Dezember 1969 trafen sich die Staatsoberhäupter der Mitgliedstaaten. Das Treffen bewirkte eine erweiterte außenpolitische Zusammenarbeit, die Schaffung eines dauerhaften Finanzierungssystems und Beitrittsverhandlungen mit Großbritannien, Irland, Dänemark und Norwegen.

Im Januar 1972 wurden Verträge unterzeichnet, die für den Januar 1973 Großbritannien, Irland und Dänemark als neue Mitglieder aufnahmen.

Am 19. Juni 1990 wurde in der luxemburgischen Kleinstadt Schengen zwischen Frankreich, der BRD und den Benelux-Staaten ein Vertrag geschlossen über Sicherheits- und Asylpolitik.

Bis 1992 traten dem Schengener Abkommen Italien, Spanien, Portugal und Griechenland bei; 1995 Österreich und 1996 Schweden, Norwegen, Dänemark, Island und Finnland.

Das Schengener Abkommen sollte ein wichtiger Schritt für ein vereintes Europa werden - aber noch bestehen Sicherheitsbedenken einiger Mitgliedsstaaten, sodass Personalkontrollen an den Grenzen doch noch statt finden!

Im Dezember 1991 handelten Vertreter der Mitgliedstaaten einen Vertrag über die Europäische Union in Maastricht (Holland) aus.

Mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Maastricht am 1. November 1993 war die Europäische Union gegründet worden, der 15 Mitgliedstaaten angehören.

Die Europäische Union hat als langfristiges Ziel, einen einzigen Staat Europa zu bilden ohne Grenzen mit einer gemeinsamen Währung, einer Zentralbank und der weitestgehenden Aufgabe rein nationaler Interessen!

Die Einführung des Europäischen Währungssystems 1979 war der Anfang einer Währungsunion. Man führte eine gemeinsame künstliche Währungseinheit ein, den Ecu.

Dass die Mitgliedstaaten trotz offenbar guten Willens ihre nationalen Interessen noch nicht ablegen können, bewies der Streit über die Namengebung der neuen Währung.

Sie sollte nach dem Willen der BRD "Euro-Mark" heißen. Frankreich wünschte die Bezeichnung "Euro-Franc".
Man einigte sich 1998 auf die Einführung einer gemeinsamen Währung zum 1. Januar 1999 unter der Bezeichnung "Euro".

Auch beim Festlegen des Sitzes der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt(am Main) und bei der Wahl des ersten Präsidenten der EZB kamen nationale Interessen zum Vorschein und drohten, zu guter Letzt die Währungsunion scheitern zu lassen.
Frankreich wollte, da die EZB in der BRD ihren Sitz bekommen soll, dass der erste Präsident von Frankreich gestellt werden sollte.

Zehn der elf an der Währungsunion teilnehmenden Länder stimmten jedoch für den Holländer Wim Duisenberg.
In den Medien hieß es dann zeitweise, dass nach vier Jahren Wim Duisenberg durch den Franzosen Trichet für die restlichen weiteren vier Jahre abgelöst werde.
Neueste Meldungen sagen aus, dass Duisenberg auf keinen Fall bereit sei, nach 4 Jahren zurückzutreten.

Für rund 290 Millionen Menschen startet somit die Währungsunion. Die D-Mark verliert nach 50 Jahren und 195 Tagen ihre Stellung als selbstständige Währung.



obenAutoren dieser Seite: Euroteam Datum: Januar 99.  Letzte Änderung am 30. Dezember 2001
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