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Der Weg zum Euro

Welche Voraussetzungen mussten die teilnehmenden Länder erfüllen um den Euro einführen zu können?


Die 11 teilnehmenden Länder an der Währungsunion sind: Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Belgien, Luxemburg, Holland, Österreich, Irland und Finnland.

England, Griechenland, Schweden und Dänemark wollen oder können sich z.Z. noch nicht der Union anschließen.

Die teilnehmenden Länder müssen eine "Gesundheitsprüfung" bestehen. In der Fachsprache nennt man dies Konvergenz (Annäherung). Folgende Punkte gehören dazu:

  1. Preisstabilität: d.h. die Preise dürfen nicht beliebig hoch sein, sondern nicht mehr als 1.5 Prozentpunkte über den drei preisstabilsten Mitgliedsstaaten liegen.
  2. Haushaltsdisziplin: d.h. die festgelegte Obergrenze für das staatliche Haushaltsminus beträgt 3% des gesamten Bruttoinlandprodukts, BIP, (BIP: der Wert der im Inland erzeugten Güter und Dienste) und für den Schuldenstand 60% des BIP.
  3. Zinshöhe: d.h. für langfristige Kredite dürfen die Zinsen nur 2 Prozentpunkte über den Staatsanleihen der drei preisstabilsten Länder liegen.
  4. Wechselkursstabilität: d.h. die Wechselkurse müssen verläßlich sein. Die eigene Landeswährung muss mindestens zwei Jahre vor der Teilnahmeentscheidung in Ordnung sein. Keine großen Schwankungen oder gar Abwertungen am europäischen Währungssystem.

Werden diese Punkte nicht eingehalten, kommt automatisch eine Überprüfung in Gang. Der Europäische Rat wird die Einhaltung verlangen und sogar mit Geldbußen erzwingen.

Phasen der Einführung

Am 31.12.98 wurden die endgültigen Umtauschkurse in Brüssel zum Euro festgelegt. Für die Deutsche Mark lautet er

1,95583 DM für einen Euro.

Es gibt drei Phasen der Einführung. Ab 1.1.1999 gilt der Euro als Buchungsgeld, d.h., dass die Kontoführung ab 1.1.99 sowohl in DM als auch in Euro erfolgen kann. Sparbücher können in Euro umgeschrieben werden, dann wird jedoch ein neues Sparbuch mit gleicher Nummer ausgegeben. Automatisch werden dagegen alle Girokonten zum 1. 1. 2002 umgestellt.

Ab 1.1.2002 gilt der Euro als Zahlungsmittel neben der DM, ab 1.7.2002 als alleiniges Zahlungsmittel. DM kann dann nur noch bei Banken getauscht werden.


Die Umstellung von der D-Mark auf den Euro ist ein rein rechnerischer Vorgang. Wertmäßig bleibt alles unverändert. Daslästige Umrechnen von Währungen ist vorbei. Der Euro erhöht die Tranzparenz der Märkte. Viele Bundesbürger werdender Mark nachtrauern. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen (60%) wenig von der gemeinsameneuropäischen Währung hält.

Persönliche Umfrage

Alter gut nicht gut gemischtes Gefühl
bis 50 17 12 18
über 50 7 28 24

Lesen sie unsere grosse Umfrage!!!



obenAutoren dieser Seite: Euroteam Datum: Januar 99.  Letzte Änderung am 30. Dezember 2001
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