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Schulentwicklung    Lesetagebuch

Das Lesetagebuch - eine Methode zur Bearbeitung von Lektüre am Beispiel von Jugendbüchern

Allgemeine Einführung

In den Schuljahren 1997/8 und 1998/9 unterrichtete ich Deutsch in der Klasse 7 l und 8 l in vier Wochenstunden. In diesen zwei Jahren habe ich in drei Durchgängen die Methode des Lesetagebuchs ausprobiert und dabei gute Erfahrungen gesammelt, die Selbsttätigkeit der SchülerInnen zu fördern.

Anregungen erhielt ich aus:

1. RAAbits III b

2. Pädagogik 3/ 1989

3. "Deutschunterricht zwischen Freiheit und Grenze, Kür und Pflicht, Lust und Last, Hamburg macht Schule 3/97 S. 22 - 24

4. Sylvia Dürr, Literaturkartei zu Mark Twain, Tom Sawyers Abenteuer, Verlag an der Ruhr 1994

Im ersten Durchgang behandelte ich das Jugendbuch "Tom Sawyers Abenteuer" von Mark Twain in der Ausgabe des Ravensburger Buchverlages. Dabei arbeitete ich zusammen mit einem Kollegen ein Konzept aus, der in der Parallelklasse ebenfalls die Lektüre las. Meine Annahme, den SchülerInnen eine völlig neue Methode vorzuführen, war nicht ganz zutreffend, da der Teil der Klasse aus der Orientierungsstufe Kaltenmoor damit schon gearbeitet hatte. Allerdings wurde an einem mitgebrachten Beispiel klar, dass Textabschnitte nacherzählt und Bilder hinzugefügt worden waren, ich also noch genug Gelegenheit hatte, andere Formen der Bearbeitung einzuführen. Die Bearbeitungszeit lief von bis.

Beim zweiten Durchgang konnten sich die SchülerInnen ein Jugendbuch selbst wählen. Allerdings mussten sie mir ihre Entscheidung vorlegen, sodass ich verhindern konnte, dass zu häufig nichtaltersgemäße Lektüre gewählt wurde. So ließ ich nur in einem Fall bei einem schwachen Schüler zu, dass ein Buch der TKKG-Serie behandelt wurde. Auch brachte ich selbst eine Reihe von Büchern für diejenigen mit, die keine Material zu Hause hatten. Den Schülern wurde eine Zeit von vier Wochen eingeräumt, in der sie keine anderen Hausaufgaben bekamen.

Bei der Durchsicht und Beurteilung der Lesetagebücher lernte ich viele neue und spannende Jugendbücher kennen.

Den dritten Durchgang führte ich in der nächsten Klassenstufe durch und gab Gruppenthemen und Bücher vor, die zum Teil ein größeres Verständnis für historische und sachliche Zusammenhänge erforderten. Jeder konnte noch weitere in die Themen passende Buchvorschläge machen und sich dann aus dieser Liste ein Buch zur Bearbeitung ausssuchen. Diese erfolgte in drei Abschnitten. Zunächst erarbeitete jeder sein Lesetagebuch, dann bekamen alle Teinehmer der Gruppe den Auftrag, alle anderen Bücher der Gruppe zu lesen. Im dritten Abschnitt wurde eine Gruppenarbeit durchgeführt mit dem Ziel, nach gemeinsam festgelegten Themen die Bücher zu vergleichen und die Ergebnisse des Vergleiches auf einem Plakat darzustellen.



obenAutoren dieser Seite: 8 L und Müller .  Datum: Januar 99.  Letzte Änderung am 14. Januar 2000
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