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Das Lesetagebuch - eine Methode zur Bearbeitung von Lektüre am Beispiel von Jugendbüchern

1. Inhaltsangabe


Bei dem Buch Die Zeit ist kaputt von Klaus Kordon handelt es sich um eine Biographie über Erich Kästner. Zwanzig Jahre nach dem Tod des Schriftstellers beschreibt Kordon Kästners Lebensgeschichte. Kästner ist einer der populärsten, deutschen Schriftsteller des Zwanzigsten Jahrhundert. Er ist der Autor von Gedichten, Novellen, Kurzgeschichten und Romanen, aber auch von Kinderbüchern, Filmmanuskripten und Theaterstücken, für die er viele Literaturpreise erhält.
Erich Kästner wird am 23. Februar 1899 in Dresden geboren. Die Eltern sind seit sieben Jahren unglücklich miteinander verheiratet. Emil Kästner ist gelernter Sattler, muß aber aus finanziellen Gründen in einer Kofferfabrik arbeiten. Ida Kästner unterstützt ihren Mann mit Gelegenheitsaufträgen, wie z.B. Leibbinden nähen. Einige Jahre danach eröffnet sie in der Wohnung einen Frisiersalon. Erst später erfährt Erich Kästner, dass sein richtiger Vater der Hausarzt Dr. Zimmermann ist. Die Mutter will ihrem Sohn von Geburt an helfen, aus den ärmlichen Verhältnissen herauszukommen, und dafür arbeitet sie hart. Erich fühlt sich zu eigenen Leistungen verpflichtet. 1906 wird Erich eingeschult und ist in jeder Klassenstufe der Primus. Sein Berufswunsch ist Lehrer zu werden. 1913 wird er Schüler des Freiherrlich von Fletscher'schen Lehrerseminars, wo er sich gegen die Erziehungsmethoden und die unterwürfige Disziplin auflehnt. Dann erkennt er, dass er auf Dauer nicht als Lehrer hätte arbeiten können, weil er später nicht in dem spießbürgerlichen Milieu leben will, das er dort kennenlernt.
Am 1. August 1914 befiehlt der Kaiser die Mobilmachung. Der erste Weltkrieg beginnt. 1917 wird der achtzehnjährige Erich Kästner einberufen. Der junge Mann leidet unter dem militärischen Drill und den brutalen Ausbildungsmethoden sehr. Durch die rücksichtslosen Übungen erleidet er einen schweren Herzfehler, der ihn sein Leben lang einschränkt. Die Ablehnung gegenüber dem Militär kommt in seinen Werken immer wieder zum Ausdruck.
Nach dem Krieg überzeugt er die Mutter, dass er nicht als Lehrer arbeiten kann, sondern lernen will. Er macht sein Kriegsabitur und beginnt 1920 mit dem Studium. An den Universitäten Leipzig, Rostock und Berlin studiert er Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte. 1915 schreibt er seine Doktorarbeit über Friedrich den Großen. Danach zieht er nach Berlin und arbeitet als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter verschiedener Zeitungen. 1928 schreibt Kästner sein erstes und berühmtes Kinderbuch Emil und die Detektive In seinem sehr erfolgreichen Erwachsenenroman Fabian warnt er bereits 1931 vor dem bevorstehenden Zusammenbruch Deutschlands unter den Nazis. Kurz nach der Machtübernahme wird Kästner als Autor verboten und seine Bücher werden zusammen mit denen vieler anderer Schrifsteller am 10. Mai 1933 verbrannt. Zweimal wird er von der Gestapo verhaftet. Dennoch bleibt Kästner in Deutschland. Wegen seines Herzfehlers wird er im 2. Weltkrieg nicht eingezogen. Zu Hause wird er Zeuge der Zerstörung der deutschen Städte. Er erlebt den Tod von Freunden und muß mitansehen, wie 1943 der bisher schlimmste Bombenangriff auf Berlin erfolgt. Dabei verliert er seine Wohnung und zieht zu Luiselotte Enderle, seiner Lebensgefährtin. In den letzten Kriegstagen sitzt Kästner in einem Luftschutzkeller in Dresden, seiner Heimatstadt, die vollständig von Bombern zerstört wird.
Nach dem Krieg zieht Kästner mit Enderle nach München und übernimmt die Kinderzeitschrift Pinguin. Er wird 1951 Präsident des Deutschen PEN- Zentrums, einer Schriftstellervereinigung, und gründet ein kleines Kabarett Die kleine Freiheit. Seine Mutter stirbt in Dresden. Kästner hat nicht geheiratet, aber 1957 einen Sohn bekommen. Kurz darauf stirbt Emil Kästner. 1961 stellt man fest, dass Kästner an TBC erkrankt ist. Er fährt zweimal nach Agra zur Kur. Am 29. Juli 1974 stirbt Erich Kästner im Alter von 75 Jahren.



obenAutoren dieser Seite: Katharina Wiens und Müller .  Datum: Januar 99.  Letzte Änderung am 08. März 2000
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