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Schulentwicklung   Balladen

Balladen in Musik

Vertonungen des "Erlkönigs" Musikstücke zur Gestaltung des "Totentanzes" Chorische Begleitung zum "Totentanz" Ausweitung des Balladenprojekts auf den Englischunterricht

Additive Teamarbeit in Musik

Vertonung des "Erlkönigs"

Im Musikunterricht wurde in den ersten drei Stunden der "Erlkönig" behandelt, nachdem Textinterpretation und Form der Ballade im Deutschunterricht erarbeitet worden waren. Im Mittelpunkt stand zunächst eine eigene musikalisch-praktische Vertonung, bzw. eine musikalische Untermalung des Textes. Die Schüler/innen arbeiteten in Gruppen: Sie legten die Textstellen fest, die sie in Musik umsetzen bzw. mit Musik untermalen wollten, überlegten sich daraufhin geeignete (schuleigene) Instrumente/Geräusche und die Art und Weise, wie diese Instrumente "spielen" sollten. Zusätzlich hatten sie die Aufgabe, ihre musikalische Gestaltung graphisch zu notieren. (Grundsätzliche Symbole für Tondauer,, Tonhöhe, Dynamik und Verlauf waren vorher im Plenum besprochen und festgelegt worden.) Nachdem alle Ergebnisse vorgespielt, verglichen und kommentiert worden waren, wurde den Schüler/innen die Vertonung des "Erlkönigs" von Franz Schubert präsentiert, untersucht und den eigenen Vertonungen vergleichend gegenübergestellt.

Musikstücke zur Gestaltung des "Totentanzes"

Als direkte Folge und zur (musikalischen) Vertiefung der ersten drei kooperativen Stunden wurde in der nächsten Musikstunde der "Danse macabre" von Saint Saens näher untersucht: Dabei wurden im Wesentlichen die musikalischen Mittel genannt und analysiert, die diese Musik zu einer "Totentanz-Musik" werden lassen.

Analog zum Text der 4.und 5.Strophe (allmähliches Verschwinden der Skelette, nur einer bleibt zurück) wurden in der nächsten Musikstunde (29.5.) zwei verschiedene Musikbeispiele im Hinblick auf ihre "Brauchbarkeit" für diesen inhaltlichen Sachverhalt untersucht und überprüft: E. Griegs "In der Halle des Bergkönigs" und Moussorgskis "Gnomus" aus den "Bildern einer Ausstellung". Nach mehrfachem Hören und Ausprobieren (szenisch zur jeweiligen Musik) entschieden wir uns für den "Bergkönig". Später fügten wir noch einen kurzen Teil aus "Anitras Tanz" (auch von Grieg) ein, weil dieser nach einhelliger Meinung besonders gut die letzten drei Zeilen der 4.Strophe ("Doch endlich verlieret sich dieser und der...") musikalisch zum Ausdruck brachte.

Chorische Begleitung zum"Totentanz"

Als äußerst schwierig gestaltete sich die Idee, das Klettern des Türmers stimmlich nachzugestalten: Die Schüler/innen singen ausgesprochen gern, jedoch fehlte ihnen (noch) jegliche Erfahrung im "kultivierten" Gesang. So verbrachten wir in den nächsten Musikstunden immer wieder sehr viel Zeit mit Stimmübungen: Halten und Behaupten des eigenen (Gruppen-) Tons gegen andere, exaktes Abnehmen der Töne für eine Akkordschichtung, sogenanntes chorisches Atmen und schließlich das extreme crescendo der Töne bis hin zum Abbruch. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Schüler/innen allein auf akustische Signale reagieren mussten, denn sie lagen während dieser Phase unter ihren Laken.

Ausweitung des Balladenprojekts auf den Englischunterricht

Zum Abschluss des Projekts "Balladen" wurde im Musik- und im Englischunterricht (die Musiklehrerin ist gleichzeitig Englischlehrerin in der Klasse) die Pop-Ballade "Don´t pay the ferryman" von Chris de Burgh behandelt: Den Schüler/innen lag der englische Text mit etlichen Wortlücken vor, die sie noch vor dem ersten Hören mit eigenen in den jeweiligen Zusammenhang passenden Wörtern füllen sollten. Nachdem die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten besprochen und verglichen worden waren, hörten die Schüler/innen den Song und mussten versuchen die fehlenden Wörter hörend zu erfassen. Abschließend wurde die Ballade mit Hilfe der verwendetetn musikalischen Mittel inhaltlich erläutert und hierdurch deren Interpretation vertieft.



obenAutorin dieser Seite: Andrea Homburg  Datum: Januar 99.  Letzte Änderung am 27. Juli 2004
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