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Pilot- Konditionierungsanlage (PKA)

Aufgaben dieser AnlageDie beiden Schwerpunkte der PKA sind zum einen die Konditionierung von Brennelementen und zum anderen die Nachkonditionierung von Abfällen aus der Wiederaufbereitung im Ausland.
BrennelementeKonditioniert werden entweder Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren (LWR) mit besonderen Kenndaten oder alle aus bundesdeutschen LWR's stammenden Brennelemente.Die Brennelemente aus dem Hochtemperaturreaktor (HTR) sind völlig anders aufgebaut als LWR-Brennelemente. Es sind Graphitkugeln mit einem Durchmesser von 6 cm, in denen der Kernbrennstoff in kleinen Partikeln enthalten ist. Die angelieferten Brennelemente werden mit pneumatischer Förderung entweder in 400-Liter-Rollreifenfässer gefüllt und mit Quarzsand hinterfüllt oder sie kommen in POLLUX-Behälter.
UmladenDer bitumierte Abfall stammt aus den Wiederaufbereitungsprozessen in La Hague. Es handelt sich um mittelaktive, wärmeentwickelnde Fällschlämme aus der dortigen Abwasserbehandlung. Die angelieferten Fässer werden in End- und Zwischenlagerbehälter umgeladen. Auch dieser Abfall kommt aus der Wiederaufbereitung. Es sind mit Zement übergossene Hülsen und Strukturteile von Brennelementen und mit Zement verrührte Feldklärschlämme. Die Abfälle werden in verschiedenen Behältern angeliefert. Die Behälter sollen nach gegenwärtiger Planung zunächst in Zwischenlagerbehälter umgeladen werden. Bei technologischem Abfall handelt es sich um Anlageteile, die ihre Lebensdauer erreicht haben bzw. bei einer Reparatur ausgewechselt werden müssen. Diese werden in Behälter mit Zement vergossen. Der Abfall enthält Alpha-Strahler, ist aber nicht wärmeentwickelnd. In der PKA werden die Behälter in Container umgeladen und darin mit Beton vergossen.
KonditionierungBei nicht-wärmeentwickelndem Abfall geht es um Abfälle mit relativ geringer Aktivität. Sie werden entweder aus Atomanlagen geliefert oder fallen während der Konditionierung in der PKA an. Es handelt sich um Filter, Konzentrate und Kleidungsstücke, die zum Teil zementiert sind. Sind die Abfälle in den Fässern bereits vorkonditioniert, d. h. mit Zement verfestigt, sollen die Fässer in endlagerfähige Container gestellt und die Zwischenräume mit Beton ausgefüllt werden. Stammen die Abfälle aus der PKA, werden sie zunächst kompaktiert und verfestigt und dann wie die anderen Fässer behandelt.Schwach radioaktive Flüssigabfälle fallen in der PKA selbst an, sie können jedoch auch von anderen Atomanlagen stammen. Die Anlieferung erfolgt in Tanks. Die Flüssigabfälle werden zunächst konzentriert, dann in Zement gebunden oder getrocknet in Fässer eingebracht. Diese Fässer werden für die Endlagerung in Container verpackt.
Alternativ zur Konditionierung ist das Zerschneiden der Brennstäbe (BS) in etwa 1 Meter lange Abschnitte vorgesehen. Diese BS-Abschnitte werden dann in Kokillen verladen. Die Kokillen werden zunächst in einen Transport- und Lagerbehälter eingestellt, aus dem sie später für die Endlagerung wieder entnommen werden müssen. Die kompaktierten Struktur- und Einbauteile werden ebenfalls in Kokillen oder Fässern konditioniert.



oben Autoren: Klasse 11-1 und Alfred Blohm, Web: Kai Lahmann Datum: Mai 98 Letzte Änderung am 25. März 2000
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