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Wiederaufbereitung

Definition von Wiederaufbereitung

Die Wiederaufbereitung ist die Anwendung chemischer Verfahren, mit denen aus dem Kernbrennstoff nach seiner Nutzung im Reaktor die Wertstoffe von den Spaltprodukten getrennt werden.

Vorgang der Wiederaufbereitung

Die im AKW gebrauchten Brennstäbe enthalten Uran, besonders Uran-235. In abgebrannten Brennelementen findet sich neben dem restlichen Uran-235 noch Uran-238, neu gebildetes Plutonium-239 und weitere Spaltprodukte wie Neptunium, Americum, Curium.

Ziel der Wiederaufbereitung ist es, die noch nutzbaren Stoffe Uran und Plutonium von den Abfallprodukten zu trennen. Dies geschieht heute meist durch ein Extraktionsverfahren, das als PUREX-Prozess bezeichnet wird (PUREX = Plutonium-Uranium Reduction and Extraction [= Herstellung eines Auszuges]).

Prinzip: Die Brennstäbe werden mechanisch zerlegt, der daraus entnommene Uranbrennstoff wird in heißer, konzentrierter Salpetersäure gelöst. Die Hüllen bleiben als fester Abfall zurück. Die bei der Lösung freigesetzten flüchtigen Stoffe (Radionuklide[ =Atomarten, welche die Eigenschaften der Radioaktivität aufweisen]) müssen aus den Abgasen entfernt werden. Die salpetersäurehaltige Lösung wird daraufhin mit einem Extraktionsmittel vermischt. So werden die Spaltprodukte vom Rest getrennt. Der Hauptteil der Spaltprodukte bleibt in der wässrigen Phase zurück, während das Uran und Plutonium sich lösen. Die wässrige Phase mit den hochradioaktiven Spaltprodukten wird zur Volumenverringerung eingedampft und dann mit den verfestigten Brennstoffhüllen endgelagert. Die Extraktion wird mehrmals wiederholt, um reines Uran und Plutonium zu gewinnen. Das entstandene Uran wird wieder angereichert und kann weiter verwendet werden. Oder es wird mit Plutonium zusammen in Leichtwasserreaktoren verwendet. Plutonium kann auch in Brennelemente gefüllt werden und in schnellen Brütern eingesetzt werden.



oben Autoren: Klasse 11-1 und Alfred Blohm, Web: Kai Lahmann Datum: Mai 98 Letzte Änderung am 25. März 2000
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