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Joseph Raymond McCarthy

(1908-1957), amerikanischer Politiker, der zu Beginn der fünfziger Jahre die Kampagne gegen die angebliche kommunistische Unterwanderung der Verwaltung und anderer Bereiche des öffentlichen Lebens leitete ("McCarthyismus").

McCarthy wurde am 14.11.1908 in Grand Chute (Wisconsin), geboren. Bis 1939 arbeitete er als Rechtsanwalt in Wisconsin, dann wurde er als Richter an das Bezirksgericht berufen. Während des 2. Weltkrieges diente er in der US-Marine. 1946 wurde er für die Republikaner in den US-Senat gewählt und 1952 im Amt bestätigt.

1950 wurde McCarthy Vorsitzender des Senatsausschusses zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe. Er stellte u.a. öffentlich die Behauptung auf, dass das Außenministerium von Kommunisten unterwandert sei, und löste mit dieser und ähnlichen Anschuldigungen eine Welle heftiger Spekulationen aus, die zur teilweise hysterischen Verfolgung v.a. vermeintlicher Kommunisten führte, aber auch antisemitische und natonalistische Züge annahm. Es kam immer häufiger zu öffentlichen Anhörungen vor dem Untersuchungsausschuss und zu großen Prozessen wie dem Hiss case. So mussten z. B. der Atomforscher Robert J. Oppenheimer und andere Intellektuelle, wie der in die USA emigrierte Dichter Bert Brecht vor dem Ausschuss aussagen. Obwohl McCarthys Anschuldigungen jeder Grundlage entbehrten, erhob er während der folgenden Jahre wiederholt Anklage gegen hochrangige Persönlichkeiten wegen angeblicher subversiver Aktivitäten, und es war nur eine Frage der Zeit und der Atmosphäre, bis diese Anschuldigungen in der Öffentlichkeit auch ernst genommen wurden. Im April 1954 erhob McCarthy gegen den Verteidigungsminister Anklage wegen Verschleierung ausländischer Spionagetätigkeit. Im Gegenzug ließ der Minister verlauten, dass Mitglieder des Untersuchungsausschusses Angehörige der Armee unter Druck gesetzt hätten, um für einen ehemaligen Berater des Ausschusses, der zum Wehrdienst einberufen wurde, eine Vorzugsbehandlung zu erwirken.

Während der folgenden Untersuchungen durch den Senat, die in Presse, Rundfunk und Fernsehen landesweit veröffentlicht wurden, wurde McCarthy zwar freigesprochen, aber vom Senat gerügt hinsichtlich seiner Untersuchungsmethoden und seiner Angriffe auf Senatoren und Mitglieder des Ausschusses. McCarthy musste den Vorsitz des Untersuchungsausschusses abgeben, verlor seinen Einfluss, blieb aber bis zu seinem Tode Senatsmitglied. McCarthy starb am 02.05.1957 in Bethesda, Maryland.



oben Autoren: Klasse 11-1 und Alfred Blohm, Web: Kai Lahmann Datum: Mai 98 Letzte Änderung am 29. Juli 2004
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