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Gorleben 2000:   Atomenergie

Oppenheimer, J. Robert

(1904-1967), amerikanischer Atomphysiker. Oppenheimer wurde am 22.04.1904 in New York geboren und studierte Physik und Chemie an der Harvard University sowie an den Universitäten von Cambridge und Göttingen. Ab 1929 lehrte er Physik an der University of California und am California Institute of Technology in Pasadena (1929-1947), wo er große Fachbereiche für theoretische Physik aufbaute. Bekannt wurde er durch seine Beiträge zur Quantentheorie, Relativitätstheorie, zu kosmischen Strahlen, Positronen und Neutronensternen.
1943 wurde Oppenheimer Direktor der Forschungslaboratorien in Los Alamos (New Mexico) und wissenschaftlicher Leiter des amerikanischen Atomenergieprojektes (Manhattan Project). Unter seiner Leitung wurde bis 1945 die amerikanische Atombombe entwickelt und gebaut. Ab 1947 war Oppenheimer Direktor am Institute for Advanced Studies in Princeton (New Jersey), eine Stellung, die er bis 1966 beibehielt. Außerdem war er von 1947 bis 1952 Präsident des General Advisory Committee der Atomic Energy Commission (AEC; Atomenergiebehörde) und wirkte danach als Berater, wurde jedoch 1954 dieses Amtes enthoben, nachdem er sich offen gegen die Entwicklung der Wasserstoffbombe ausgesprochen und eine Rüstungskontrolle befürwortet hatte. Als "Sicherheitsrisiko" wurde er vor den nah McCarthy-Ausschuss zur Untersuchung "unamerikanischer Umtriebe" zitiert, wo man ihm seine frühere Verbindung zu politisch linksgerichteten Kreisen zur Last legte.

Nachdem Oppenheimer unter der Regierung John F. Kennedys rehabilitiert worden war, erhielt er 1963 mit dem Enrico-Fermi-Preis die höchste Auszeichnung der Atomenergiebehörde. Oppenheimer widmete seine letzten Jahre dem Studium der Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Er starb am 18.02.1967 in Princeton. Zu seinen Schriften gehören Science and the Common Understanding (1954, Wissenschaft und allgemeines Denken) und Lectures on Electrodynamics (1970 posthum veröffentlicht).



oben Autoren: Klasse 11-1 und Alfred Blohm, Web: Kai Lahmann Datum: Mai 98 Letzte Änderung am 05. April 2000
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