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Gorleben 2000:   Atomenergie

Tschernobyl

(ukrainisch: Chornobyl), Stadt in der nördlichen Ukraine, die circa 130 Kilometer nördlich von Kiew (Kyyiv) und 20 Kilometer von einem Atomkraftwerk entfernt liegt. Am 26.04.1986 geriet in diesem Kraftwerk ein Reaktor außer Kontrolle, der den bisher folgenschwersten Reaktorunfall auslöste. Grund war ein Test an den Turbogeneratoren in Block 4, bei dem der Reaktor in Betrieb blieb. Die Verringerung des Kühlmitteldurchsatzes führte zu einer Überhitzung der Brennstäbe. Eine Wasserstoffexplosion zerstörte das Reaktorgebäude. Dabei wurden radioaktive Stoffe freigesetzt. Durch den radioaktiven Fallout wurden Teile von Rußland, Weißrußland, der Ukraine und des übrigen Europa unterschiedlich stark belastet. Nach sowjetischen Angaben wurden 31 Menschen durch diesen Unfall getötet, die Zahl der durch die Strahlung verursachten Todesfälle ist bis heute unbekannt. Mehr als 100.000 Menschen wurden aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich evakuiert. Die Nahzone (ca. fünf Kilometer um das Reaktorgebäude) ist bis auf weiteres unbewohnbar. Von den unmittelbar verantwortlichen Funktionären wurden 1987 sechs zu Haftstrafen in Arbeitslagern verurteilt. Die übrigen Reaktoren wurden im gleichen Jahr wieder in Betrieb genommen. 1991 verpflichtete sich die Regierung, das Kraftwerk stillzulegen. Eine sofortige Stillegung war allerdings aus energiepolitischen Gründen nicht möglich. So entwickelten westliche Staaten 1994 Hilfsmaßnahmen, um die Schließung des unsicheren Kraftwerkes zu erreichen.



oben Autoren: Klasse 11-1 und Alfred Blohm, Web: Kai Lahmann Datum: Mai 98 Letzte Änderung am 29. Juli 2004
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