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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Die Jagd: Steinzeit - Heute

Urzeit- Steinzeit- Bronzezeit und vorrömische Eisenzeit in Mitteleuropa- etwa 100.000 Jahre vor bis zum Beginn unserer Zeitrechnung mit Christi Geburt:

Die Bedeutung der Jagd für den Menschen wurde geprägt durch die Selbsterhaltung, d.h. Nahrungsaufnahme durch Pflanzen und wild lebender Tiere, die man mit Speeren, Stein- und Knochengeräten (z.B. Beile ) und mit Fallgruben erlegte sowie zur Beschaffung von Körperkleidung.



Römische Kaiserzeit, dem frühen bis späten Mittelalter und der Neuzeit in Mitteleuropa - etwa vor Beginn unserer Zeitrechnung bis zum Jahre 1900: Zu dieser Zeit gab es zwei Arten von der Jagd, die aber mehr dem Vergnügen als der Selbsterhaltung dienten:
um 1750: Die Parforcejagd, eingeführt von Ernst-August von Hannover, da ihm das wahllose Abschiessen in mit Lappen abgesteckten Flächen zu grausam war
um 1900: Hofjagd (Kaiserjagd)


Jagd in der Gegenwart des 20.Jahrhunderts in Mitteleuropa:Beginnend mit den grossen Rodungen im frühen Mittelalter, hat der Mensch dank seiner geistigen Fähigkeiten die von ihm beherrschten Lebensräume dieser Erde ohne Rücksicht auf andere Lebewesen und Pflanzen seinen speziellen Bedürfnissen angepasst. Die weithin wildtierfreundliche Naturlandschaft hat er größtenteils in eine wildtierfeindliche Industrielandschaft verwandelt.

Überbevölkerung und Vermarktung der Natur engten die Lebensräume der Wildtiere immer mehr ein. Naturgenuss wurde zum hemmungslosen Naturkonsum.

Die natürliche Spitzenregulierung allen Lebens in der Natur hat der Mensch weitgehend zerstört. Die natürlichen Spitzenregulatoren Bär, Wolf und Luchs sind in den vom Menschen veränderten Biotopen Mitteleuropas nicht mehr lebensfähig.

Die natürliche Regelung der Wildbestände in der heutigen Zeit hat sich durch Eingriffe des Menschen verändert. Dadurch hat dieser die Aufgabe (Jäger) die Population der Wildbestände selbst zu regulieren, d.h. jeder Jäger, der einen Jagdbezirk bejagd, ist verpflichtet seinen Wildbestand an die Jagdbehörde zu melden. Dort werden dann die Abschusslisten erstellt, die wiederum durch sie kontrolliert werden. (Bei Wiederbehandlung ist ein Bussgeldbetrag in Höhe von 10.000 DM zu entrichten oder der Entzug der Jagdlizens) Diese Massnahme ist erforderlich, weil in der Welt der Wildtiere die natürliche Regelung fehlt und es auch immer wieder vorkommt, dass Wildtierarten aufgrund zu starker Hege sich dermaßen stark vermehren, so dass grosse Wildschäden angerichtet werden.

Es fehlt also die natürliche Regelung "fressen und gefressen werden".

Natürlich ist es durch Jagdfrevel in Europa sowie auch in Drittländern durch zu starke Bejagung z.T. aus Profitgier, dazu gekommen, dass Wildtierarten in ihrem Bestand so stark deziniert werden, dass sie heute unter Artenschutz stehen.



oben Gisela Müller Sebastian Mintner Datum: Juni 99. Letzte Änderung am 11. März 2000
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