Archiv: Diese Seiten werden nicht mehr bearbeitet!
Exposystem Johanneum zur EXPO 2000 Alphabetischer Index unten
Die Natur als Erfindung des Menschen
Umwelt   Elbtalaue  Seite: 1  2  3  4  5  6  7  Titelseite 

Aufgaben und Ziele der Jagd heutzutage

Die Hegegemeinschaft "Hochwildring Göhrde":

Der Hochwildring Göhrde umfasst ein Gebiet von 80.000 ha. Davon sind 12.000 ha Staatsfläche des staatlichen Forstamtes Göhrde und Teile der staatlichen Forstämter Bleckede, Medingen und Busschewald. Die Fläche der Göhrde selbst beträgt 6400 ha. 68.000 ha sind Privat- und gemein- schaftliche Jagdfläche mit 190 Revieren.
Der Hochwildring Göhrde erstreckt sich über Teile der drei Landkreise Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen. Der Mittelpunkt der Hegegemeinschaft ist das staatliche Forstamt Göhrde, das dem Hochwildring seinen Namen gab. Die Hegegemeinschaft wurde im Jahre 1952 unter dem Namen "Hirschring Göhrde" gegründet und 1974 auf seine heutigen Grenzen erweitert.
Die Hegegemeinschaft "Hochwildring Göhrde" hat sich zum Ziel gesetzt, gesundes und starkes Hochwild der Wildarten Rotwild, Damwild, Muffelwild und Schwarzwild zu hegen und der Nachwelt in einer für die Land- und Forstwirtschaft tragbaren Zahl zu erhalten.
Die Göhrde ist ein Reservat für viele seltene Pflanzen und Tiere. Ein Kuriosum sind die schon oben genannten Mufflons, Wildschafe aus Sardinien, die der Hamburger Kaufmann Tesdorpf 1903 dem Hofjagdamt zum Geschenk anbot. (1911 schoss Kaiser Wilhelm II. die ersten beiden staatlichen Muffelwidder). Heute streichen etwa 200 Mufflons durch die Göhrde. Etwa ebenso viele Wildschweine bevölkern die Göhrde.

Aufgaben und Ziele:

1. Erhaltung und Verbesserungen der Lebensräume aller Wildarten unter Einbeziehung der natürlichen Pflanzengesellschaften in einem ausgewogenen Verhältnis.

2. Zusammenarbeit mit allen an der Erhaltung und Förderung einer gesunden Umwelt interes- sierten Verbände.

3. Hege gesunder, den jeweiligen Lebensräumen angepasster Wildbestände.

4. Nachhaltige Nutzung und Regulierung der dem Jagdrecht unterliegenden Wildtierarten nach waldgerechten Grundsätzen.

5. Vermeidung untragbarer Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft durch Verminderung örtlich überhöhter, nicht auf die Tragfähigkeit der Biotope abgestimmter Wildbestände.
Die Jagd heute:

Voraussetzung für die Berechtigung zur Jagdausübung ist das Bestehen einer staatlichen Jäger- prüfung mit hohen Anforderungen. Wald und Flur sind in unserem Lande in Jagdbezirke mit festen Grenzen und einer Mindestgröße eingeteilt (Reviersystem). Zur sachgerechten Bewirt-schaftung der Bestände großräumig lebender Schalenwildart ist der Zusammenschluss mehrerer Reviere zu Hegegemeinschaften vorgeschrieben. Im Hochwildring Göhrde werden gegenwärtig Rot-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild als Hochwildarten gejagt und gehegt, außerdem die Niederwildarten Rehwild, Hasen, Kaninchen, Flufwild und die Raubwildarten Fuchs, Dachs und Marder.





oben Gisela Müller Sebastian Mintner Datum: Juni 99. Letzte Änderung am 11. März 2000
Exposystem [Exposystem] [Umwelt] [Elbtalaue] Überblick [Dokumentationsteam] [Email s.Ueberblick]Informationssystem