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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Interview


NS:  Ist Göhrde im Staatsbesitz?
FF:  Ja, die 6400 ha sind reiner Staatsbesitz des Landes Niedersachsen und sie werden von der Forstverwaltung verwaltet.
NS:  Wer ist hier berechtigt zu jagen?
FF:  Zuersteinmal der Grundbesitzer, des Landes Niedersachsen, und außerdem private Jäger, die einen Betrag bezahlt haben, um auf eine Warteliste zu kommen, damit sie ihren eigenen kleinen Jagdbezirk erhalten. Natürlich muß jeder, der hier jagen will, einen Jagdschein besitzen.
NS:  Was passiert mit den erlegten Tieren?
FF:  Sie werden in den Wild-oder Fleischhandel gebracht. Angefahrene Tiere müssen zuerst von einem Tierarzt angeschaut werden, er entscheidet dann, ob die Tiere noch in den Fleischhandel gebracht werden können. Wenn nicht, dann werden die Tiere vergraben, damit keine Seuchen entstehen oder sie werden Fleischverwertungsanstalten übergeben.
NS:  Wo und wann wird hier gejagt?
FF:  Es wird in der gesamten Göhrde gejagt. Vom 1. April bis zum 15. Juli ist eine Jagtpause, ansonsten sind die Zeiten von Wildart zu Wildart verschieden, wobei sehr häufig im Winter gejagt wird.
NS:  Was passiert mit denen, die unberechtigt Fallen aufstellen oder jagen?
FF:  Da es als Wilddieberei gilt, erfolgt eine Anzeige gegen den Täter. Durch unerlaubtes Vergreifen am Eigentum des Landes Niedersachsen hat er eine Straftat begangen.
NS:  Wie kann man eigentlich den Wildbestand zählen?
FF:  Das kommt auf die Wildart an. Rotwild und Muffelwild z.B. sind Herdentiere und deshalb gut zu zählen. Das Rehwild hingegen ist ein Einzelgänger. Man versucht es zwar immer zu zählen. doch es ist sehr schwer.
NS:  Welche Kosten entstehen für den Schutz der Tiere?
FF:  Eigentlich keine. Um die Tiere zu schützen , legen wir an den Straßen Geschwindigkeitsbegrenzungen fest, damit die Autofahrer noch rechtzeitig bremsen können .
NS:  Wieviel Wild wird im Jahr geschossen?
FF: Hier werden ca. 700 Stück Schalenwild pro Jahr geschossen.



oben Gisela Müller Sebastian Mintner Datum: Juni 99. Letzte Änderung am 11. März 2000
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