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Die Natur als Erfindung des Menschen
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Interview mit zwei Bauern



Teil 1: Bauer Heinz Grantin

Wie bewirtschaften Sie Ihre Äcker?

Nach den gegebenen Vorschriften, Brache, Kartoffeln, Raps im Wechsel, Roggen, Mais und Weizen.

Sind die Böden gut / nährstoffreich?

Die Böden sind eher feucht, daher ist das Ackern schwieriger, im Sommer zahlt sich das dagegen aus. Es muß gedüngt werden.

Sind / Waren Sie gegen das Naturschutzgebiet? Warum?

Ich bin gegen das Gebiet, weil dann nicht mehr gedüngt werden kann. Die Böden sind zu nährstoffarm , müssen gedüngt werden. Ohne Dünger kommen die Pflanzen nicht hoch, mickern nur herum und kosten zuviel Geld.

Halten Sie Tiere?

Ich habe ein paar Milchkühe und Schlachtbullen zum Verkauf. Außerdem 23 Jungtiere, 30 Hennen ( Legehennen ) und 1 Hahn.

Haben Sie Probleme mit der Düngeverordnung? ( Die das Düngen im Nationalpark verbietet )

Im Dünger sind ja auch Mineralstoffe und Nährsalze enthalten, Gift gegen Insekten und Schädlinge. Wenn diese Viecher die Pflanzen zerfressen, bringt uns das auch keinen Gewinn. Es ist sinnlos, uns das Düngen und die Insekten zu vertreiben zu verbieten. Vom Staat wird uns eine geringe Entschädigung gezahlt.

Schätzen Sie Ihre Erträge geringer ein als bei den Bauern, die außerhalb der Elbtalaue ackern?

Als ich noch mein eigener Dünge-Herr war, hatte ich in guten Jahren auch gute Erträge. Ob sich die Erträge jetzt verschlechtern, zeigt die Zeit, aber die Erträge werden wohl kleiner sein, weil ich nur noch beschränkt düngen darf. Ich hoffe, da? die Düngeverordnung wieder etwas gelockert wird.

Interview 2: Bauer Heinz Grantin

Wie bewirtschaften Sie Ihre Äcker?

Hauptsächlich baue ich Getreide, Zuckerrüben, Mais und Roggen an.

Sind die Böden sehr nährstoffreich?

Wegen des Hochwassers sind meine Felder oft überflutet. Das Getreide verschimmelt.

Haben Sie Probleme mit der Düngeverordnung?

Der Staat erlaubt uns, unsere Felder ein wenig zu düngen, doch das reicht nicht aus, um den Pflanzen die richtige Menge an Mineralien und Nährstoffen zu verschaffen. Viele meiner Pflanzen gehen ein. Zur Entschädigung erhalten wir vom Staat eine geringe Geldsumme, die jedoch unseren Verlust nicht deckt.

Halten Sie Tiere?

Auf meinem Hof besitze ich hauptsächlich Kühe ( Anzahl: 33 ) und Jungtiere ( Anzahl: 29 ). Meine Frau kümmert sich um die Hühner ( Anzahl: 20 ).

Sind Sie gegen das Naturschutzgebiet?

Ich bin normalerweise sehr umweltbewußt und finde dieses Projekt notwendig, doch auf der anderen Seite muß ich an meine Existenz denken. Mein Ertrag ist wegen des eingeschränkten Düngens sehr mager gegenüber der Konkurrenz.



oben Gisela Müller Sebastian Mintner Datum: Juni 99. Letzte Änderung am 05. April 2000
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