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Die Natur als Erfindung des Menschen
Naturwissenschaften   Lernen an Stationen

Lernen an Stationen: Salze und Elektromagnetismus

2. Materialien   2.2 Chemie

Mit den vorliegenden Arbeitsblättern werden Ionen, Elektrolyse, Aufbau von Salzen und Aufstellen von Reaktionsgleichungen mit Ionen-Schreibweise neu eingeführt. Das Thema eignet sich gut für diese Methode in einer Klasse, die schon auf einem relativ hohem Selbständigkeitsniveau (in Bezug auf Auswertung und Durchführung von Experimenten) agiert. Es verlangt ein hohes Abstraktionsniveau, da die Schüler ihre Vorstellung von Reaktionen und Atomen neu konstruieren müssen.

2.2.1. Vorbemerkungen

Aus dem Vorunterricht sollte den Schüler das Kernhülle-Modell bekannt sein, und sie sollten aus dem Periodensystem ablesen können, wie viele Protonen und Elektronen ein betrimmtes Atom besitzt. Die aus dem Physikunterricht bekannte Vorstellung von Strom und vom unterbrochenen Stromkreis sollte möglichst noch im Klassenverband reaktiviert werden.

Im Vorfeld müssen sowohl Arbeitsregeln aufgestellt, Sicherheitshinweise betont und die verwendete Symbolik (den Arbeitsblättern zu entnehmen) erläutert werden. Notwenig ist eine Tabelle, die den Schülern einen Überblick über alle Stationen gibt, damit sie ihre Zeiteinteilung, die Reihenfolge der Bearbeitung und die Wahl der Stationen auch sinnvoll entscheiden können. Das Experiment mit der leuchtenden Gurke kann vor der Arbeit als Motivation vorgeführt und hinterher erläutert werden.

Die Materialien und Chemikalien sollten nach Stationen geordnet jeweils im dreifachen Set in einzelnen Kästen zur Verfügung gestellt werden. Ich habe mich geweigert, die Kästen nach jeder Stunde neu zu sortieren – Ein Lernprozess, der die gesamte Klasse erfahren muss.

Zum häufigen, individuellen Feedback, sollte jeder Schüler im Verlaufe der Arbeit seine Ausarbeitungen abgeben, so können sich einschleichende Fehler schnell behoben werden.

Um die bemängelte, fehlende Hilfestellung (siehe 1.3. Vorgeschichte der Klassen) zu unterbinden, sollten die Schüler, die eine Station oder Teilstation gut verstanden haben, sich in einer Folie auf dem Overheadprojektor eintragen. So wussten alle Schüler an wen sie sich bei speziellen Problemen wenden konnten. Durch diese Methode werden die sozialen Fähigkeiten und das “Teamworking” stark gefördert. Außerdem wirkt es dem Effekt entgegen, dass schon nach kurzer Zeit eine große Differenz zwischen langsamen und schnellen Gruppen herrscht (siehe 1.3. Vorgeschichte der Klassen).

Die Arbeit an Stationen beläuft sich auf 6-7 Stunden, wobei sich die Besprechung des Film „Elektrolyse“ (FWU Nr. 32 00866: “Elektrolyse”) gut als Zusammenfassung eignet. Eine weitere Anwendung des Gelernten sollten meiner Meinung nach v.a. in Bezug auf die Aufstellung von Reaktionsgleichungen folgen.


Anleitung zur Gruppenaufgabe: Salze

Wie kann es sein, dass eine Essiggurke leuchtet und noch dazu den Strom leitet? Hinter dem Versuch muss doch ein Zaubertrick stecken, schließlich handelt es sich ja bei der Gurke nicht um ein Metall! Eine Erklärung wirst du nach der Wochenarbeit selber finden.

Wenn wir vom Salz sprechen, meinen wir meistens das Kochsalz (Natriumchlorid). Es gibt aber viele Stoffe, die ähnliche Eigenschaften haben wie das Kochsalz. Sie alle gehören zu der Stoffklasse Salze.

Ziel: Am Ende dieser Gruppenarbeit wirst du den Zusammenhalt zwischen Atomen verstehen, die Vorgänge bei chemischen Reaktionen näher erklären können und vieles neues über Salze erfahren haben. Dieses Wissen kannst du dir am besten aneignen, wenn du die folgenden Seiten in einer kleinen Gruppe durcharbeitest und die vorgeschlagenen Experimente ausführst.
Dazu habt ihr Zeit bis einschließlich 17.02.00. Dann muss jeder alle Pflichtaufgaben und mindestens zwei der Wahlaufgaben bearbeitet haben. Die schriftlich oder grafisch bearbeiteten Ergebnisse müssen bis dahin von jedem Gruppenmitglied einzeln vorgelegt werden. Ob du dies von Stunde zu Stunde oder am Schluss komplett tun willst, bleibt dir überlassen. Ich empfehle, der besseren Kontrolle des Verständnisses wegen, schon zwischendurch Ergebnisse vorzulegen.
Es empfiehlt sich, dass wenigstens einer aus der Gruppe jedes Mal das Buch dabei hat, damit ihr bei Verständnisschwierigkeiten in diesem nachschlagen könnt. Oft wird es sinnvoll sein, einige Teilaufgaben zu Hause zu bearbeiten, z.B. wenn es sich um Anwendungen des Gelernten handelt. Einige Aufgaben sind mit HA gekennzeichnet, diese eignen sich besonders gut als Hausaufgabe. Dann kann die Gruppenarbeit damit beginnen, dass ihr eure Überlegungen und Lösungen vergleicht. Lies dir immer genau den Text durch, denn viele Fragen, beantworten sich wahrscheinlich durch den Text von alleine. Selbstverständlich kannst du mich trotzdem jeder Zeit fragen, wenn ihr in der Gruppe nicht weiter kommt. Das setzt allerdings voraus, dass du in deiner Gruppe auch bei Versuchen darauf achtest, dass eure Gespräche die anderen Gruppen nicht stören. Bitte mitdenken!

Und nun viel Spaß!

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obenAutoren: Stud. Ref'. Frau Birte Bottler, StD Michael Rode, Datum: März 2000. Letzte Änderung am 15. Januar 2001
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