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Der Hund von Baskerville

Schülerbericht zu einem fächerübergreifenden Unterricht in Deutsch, Erdkunde und Englisch.

Als wir in Deutsch anfingen, den Krimi von Sir Arthur C. Doyle "Der Hund von Baskerville" zu lesen, ahnten viele von uns noch nicht, was auf uns zukommen würde. Obwohl uns angekündigt wurde, daß wir nun fächerübergreifend unterrichtet werden würden, dachten wir nicht an ein Projekt solchen Ausmaßes. In Deutsch lasen wir ganz normal das Buch, besprachen es und schrieben kleine Spielszenen zu den einzeln Passagen. In Erdkunde behandelten wir das Thema Moor und besuchten zu diesem Thema auch das Lüneburger "Naturmuseum", da ein Großteil des Buches auf dem Moor spielt. In Englisch hörten wir den Anfang der englischen Fassung auf Kassette, erzählten ihn mit unseren eigenen Worten nach und bekamen Zettel mit Beschreibungen der Atmosphäre in Englisch. Doch dann ging es los: Unsere Klassenlehrerin, die uns auch in Englisch unterrichtet, erzählte uns, was bevorstand. Wir sollten Projekte vorschlagen, die uns zu dem Thema einfielen (z. B.: ein Rollenspiel, ein Video, ein Brettspiel, einen Comic, Werbeplakate für das Buch, ein Hörspiel, usw.) Danach konnten wir uns selbst in Vierergruppen einteilen und einen von den zahlreichen Vorschlägen auswählen, den wir bearbeiten wollten. Gruppe 1 entschied sich für das Gestalten eines Brettspiels, Gruppe 2 nahm ein Hörspiel auf Kassette auf, Gruppe 3 zeichnete einen Comic, Gruppe 4 drehte ein Video über drei Kapitel des Buches, Gruppe 5 kreierte ein Werbeplakat für das Buch, und Gruppe 6 gestaltete ein Poster für unser Projekt. (Natürlich mußte alles auf Englisch laufen, allerdings stellte sich unsere Klassenlehrerin netterweise als Anlaufstelle für Grammatik- und Vokabelfragen zur Verfügung.) Zeit bekamen wir insgesamt drei Tage, wobei wir in den ersten beiden Tagen (Montag und Dienstag) in den Englischstunden arbeiten konnten und am Mittwoch, der zum "Projekttag" deklariert worden war, von der ersten bis zur vierten Stunde. In der fünften und sechsten Stunde sollten wir unsere Ergebnisse der Klasse präsentieren. Alle fingen sofort an, fleißig zu arbeiten. Leerlauf gab es fast keinen und wenn doch, so wurde er schnell überbrückt. Zwar gab es anfangs Auseinandersetzungen in den einzelnen Gruppen über die Vorgehensweise, doch wurden auch diese schon bald geklärt. Auch mußten sich einige Gruppen nach einiger Zeit eingestehen, daß sie sich zu viel vorgenommen hatten. Meine Gruppe zum Beispiel, erkannte, daß eine Videokamera schwerer zu handhaben ist als angenommen. Wir sorgten bei der Präsentation für einige Lacher, da wir zum Beispiel nach dem Dreh einer Szene vorspulten, dieses aber vergaßen und einfach weiter drehten. Als wir es bemerkten, war es zu spät: Wir hatten in einer Sprechszene zwischen Sherlock Holmes und Mortimer urplötzlich das malerische Bild eines Wiesenbaches (zum Glück nur für kurze Zeit). Auch war auf einmal die Batterie der Kamera leer, usw. Ähnliche Pannen gab es auch bei anderen Gruppen. Insgesamt fanden alle Beteiligten jedoch das Projekt gelungen und hatten Spaß. Diese Meinung spiegelte sich auch in einem anschließenden sog. "Blitzlicht" wieder: Alle Beteiligten waren der Ansicht, daß man so etwas unbedingt wiederholen müßte. Unsere Lehrerin bestätigte, daß weitere Projekte dieser Art geplant seien.

Jan Vetter, 8L  März 1998



obenDieser Bericht erschien in JOHANNEUM INTERN Nr. 13, Gisela Müller    Datum: März 98. Letzte Änderung am 26. Juli 2004
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