«Sprachlager» für die OberschülerInnen des Sprachlyzeums 22

(Vorbereitung der Schüler auf die Reise nach Deutschland im Rahmen des Schüleraustausches mit dem Gymnasium Johanneum Lüneburg)

 

Im Lyzeum wird schon seit vielen Jahren ständig mittels der deutschen Sprache an der interkulturellen Kompetenz der Schüler gearbeitet. Zahlreiche Schüler- und Lehrerkonferenzen, die sogenannten EUROPA-TAGE und die Weihnachtstage finden jährlich statt. Die Schüler nehmen an den europäischen Wettbewerben und Projekten teil.

Mehr als 10 Jahre funktioniert im Lyzeum der Verein der Deutschlandfreunde „Welt in ‚ner Tasche“ (den Namen haben sich SchülerInnen ausgedacht), der die interessierten Schüler der Oberstufe vereinigt und internationale Kontakte pflegt.

Außerdem hat die Schule direkte Kontakte zu dem Lüneburger Gymnasium Johanneum. In letzter Zeit entwickeln sich diese Kontakte erfolgreich, so dass deutsche SchülerInnen auch gerne nach Russland in die Stadt Ishevsk und zwar in das Lyzeum 22 kommen.

Jedes Jahr unternimmt eine Schülergruppe des Lyzeums eine Reise nach Deutschland. Dieser Reise geht eine große Vorbereitungsarbeit voraus, und zwar:

Bildung der Schülergruppe aus 9-10 Klassen.

Bildung der Schülergruppe, die schon in Lüneburg waren

Bildung der Beratergruppe aus den Deutschen, die zur Zeit in Ishevsk sind

Sammeln der authentischen und kommunikationsorientierten Materialen.

Die volle Vertiefung in die Atmosphäre der deutschen Sprache, wozu ein Sprachlager organisiert wird.

Im Rahmen des Sprachlagers, das 2 Wochen dauert, werden folgende Ziele und Aufgaben gestellt:

1) Die Vorbereitung der Schüler auf die Reise nach Lüneburg und auf den Besuch des Gymnasiums Johanneum.

2) Die Überwindung der psychologischen und auch der Sprach- und Informationsschwierigkeiten.

3) Die Erweiterung (Bereicherung) der linguistischen und landeskundlichen Kenntnisse der Schüler.

4) Die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz der Schüler, so dass sie die Rolle der russischen Sprache und Kultur im Spiegel der anderen Kulturen verstehen.

Die obengenannten Aufgaben werden durch folgende Veranstaltungen erfüllt.

Die Schüler, die schon in Deutschland waren, erzählen über ihre Eindrücke, Probleme und Schwierigkeiten, über ihr Leben in den Gastfamilien und die Beziehungen mit den deutschen Altersgenossen.

Mittels der zahlreichen Audio- und Videomaterialien und Zeitungsartikel machen die Schüler eine Fernreise nach Lüneburg und lernen das Gymnasium Johanneum und die aktiven Mitglieder der Bewegung „Izhewsk- Freundeskreis-Lüneburg“ kennen. Sie erfahren auch, wie der Lernprozess dort abläuft, welche Lehrbücher und Schulfächer es gibt.

Aus den authentischen Texten und im Landeskundeunterricht informieren sich die Schüler über die deutschen Realien und bereichern ihr Wortschatz.

Die Schüler lesen die Werke der deutschen Literatur, um sie zusammen mit den deutschen Schülern in den Stunden besprechen zu können.

Durch Rollenspiele und Sketsche werden Szenen aus dem Alltagsleben modeliert und gespielt. Dabei wird auch die deutsche Etikette geübt.

Im integrierten Deutschunterricht lernen die Schüler die Geschichte, Literatur und deutsche Landeskunde kennen. Aber auch der Heimatkunde wird große Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Schüler diskutieren über die Probleme der Jugendlichen in Europa und in Russland, und die Probleme mit der Persönlichkeit und Gesellschaft verbunden sind.

Zur Beseitigung der psychologischen Barriere vor der Unterhaltung mit den Deutschen gibt es spezielle Trainings.

Im Sprachlager bekommen die Schüler die nötigsten Kenntnisse, die die Entwicklung der Fremdsprache (der deutschen Sprache) als Instrument der interkulturellen Kommunikation in der moderner Welt fördern.

 

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