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Austausch zwischen dem Gymnasium Johanneum, Lüneburg, und der Schule 22, Ishevsk

Reiseführer Udmurtien

Dieser Reiseführer über Udmurtien ist an der Schule 22 entstanden
Sie finden hier die Online-Version des gedruckt vorliegenden Werks

Udmurtien-Chronik


Viele finnisch-ugrische Völkerstämme, mit denen die Udmurten verwandt sind (Finnen, Ungarn, Karelier, Esten, Komi, Mari u.a.), lebten in uralter Zeit auf dem Territorium zwischen Kama und Wjatka. Die Vorfahren der heutigen Udmurten betrieben Jagd, Waldbienenzucht, Holzfällerei, Ackerbau, Viehzucht und verschiedenes Handwerk. Laut archäologischer Angaben bildeten den Kern des altudmurtischen Volkes die Völkerstämme, die am Mittellauf der Kama lebten und die während des 4. - 5. Jahrhunderts, verfolgt von süduralischen Ugren, zum Fluss Tschepza kamen. Ihre Großfamilien lebten in großen Gehöften, mehrere Großfamilien bildeten ein Dorf.

Das Leben und Schicksal des udmurtischen Volkes war mit dem Leben des russischen Volkes fest verbunden. Von den engen Beziehungen der Völker zeugen viele Gegenstände slawischer Herkunft, die in den alten udmurtischen Siedlungen aus dem 10. - 12. Jahrhundert gefunden wurden.
Unmittelbare Beziehungen der Udmurten und Russen fallen in das 13. Jahrhundert. Russische und udmurtische Bauern lebten längere Zeit in Frieden und Freundschaft miteinander. Die Entwicklung der udmurtischen wie auch der russischen Wirtschaft und Kultur wurde aber für eine lange Zeitperiode durch die tatarisch-mongolische Herrschaft verhindert. Alle Völker im Kama- und Wolgagebiet kämpften gegen diese Unterdrückung.

1552 wurde die Herrschaft der Kasaner tatarisch-mongolischen Feudalen vernichtet, und das Kasan- und das Wjatkagebiet wurden zum Bestandteil des russischen Staates. Seit dieser Zeit wurde der russische Einfluss auf die Entwicklung der altudmurtischen Wirtschaft und Kultur immer größer. Die meisten Udmurten wurden getauft, falls sie früher heidnisch waren und an die 40 Naturgötter verehrten. Hauptsächlich war damals die Landwirtschaft besonders entwickelt.

Der Aufstieg Udmurtiens zur Waffenschmieds Russlands begann Anfang des 19. Jahrhunderts. Er wurde ausgelöst in den Napoleonischen Kriegen, als man erkannte, wie gefährlich nahe die Waffenfabriken der Stadt Tula den vom Feind zu erreichenden Gebieten waren. Ein Umzug hinter die Wolga schien geraten zu sein, und da traf es sich gut, dass in Udmurtien seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Eisen verarbeitende Fabriken angesiedelt worden waren.


Es geht weiter mit

nah1. Karte von Udmurtien

nah2. Willkommen in Udmurtien!

nah3. Transportmöglichkeiten

nah4. Politischer Aufbau und Staatssymbolik der Republik Udmurtien

nah5. Udmurtien - das Land der 1000 Wasserquellen

nah6. Udmurtien-Chronik

nah7. Die Entwicklung der Industrie

nah8. Industrie heute

nah9. Landwirtschaft

nah10. Natur

nah11. Klima

nah12. Wenn der Hahn kräht ...

nah13. Sanatorien - Profilaktorien

nah14. Es lohnt in Udmurtien zu sehen ...

nah15. Ishevsk

nah16. Praktische Tipps fürs tägliche (Über-) Leben

nah17. Literaturverzeichnis

nah18. Impressum

nach oben Autoren: Galina Novitskaja, Witalij Gorbuschin; Web:EmailRainer Kunze Datum: Herbst 2004. Letzte Änderung am 06. November 2004
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