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Austausch zwischen dem Gymnasium Johanneum, Lüneburg, und der Schule 22, Ishevsk

Reiseführer Udmurtien

Dieser Reiseführer über Udmurtien ist an der Schule 22 entstanden
Sie finden hier die Online-Version des gedruckt vorliegenden Werks

Die Entwicklung der Industrie


In der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Bergbauindustrie, später auch die Hüttenindustrie. Das stand im engen Zusammenhang mit der allgemeinen Entwicklung der Industrie im Ural. Die ersten Werke entstanden in den Jahren 1759-1775 in Wotkinsk, Ishevsk, Kambarka, Bemish, Pudem und anderen Orten. Die Produktion dieser Werke - Eisen, Kupfer, Gusseisen - wurde durch die Flüsse Tschepza, Kama und Wjatka transportiert.

In diesen Werken arbeiteten hörige Bauern. Die Arbeit war sehr schwer. Die den Fabriken gesetzlich und brieflich zugeteilten hörigen Bauern waren ganz rechtlos und hilflos der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt.

Im Jahre 1807 wurde eine Waffenfabrik unter der Leitung des Ingenieurs A. F. Derjabin in Ishevsk gebaut. Hier wurden Stich- und Feuerwaffen erzeugt. 1812 kamen diese Waffen im Krieg gegen Napoleon zur Anwendung.

1835 wurde in Ssüginsk eine Glasfabrik gegründet. In Wotkinsk wurden seit 1847 Flussdampfer gebaut.

1861 wurde die Leibeigenschaft der Bauern in Russland aufgehoben, was die Entwicklung des Kapitalismus im russischen Staat sehr förderte. Die Entwicklung des Kapitalismus im ganzen Staat wirkt sich auf die Entwicklung der Industrie im Wjatka-Gebiet aus.

Der Flussverkehr durch Kama und Wjatka verstärkte die wirtschaftlichen Verbindungen mit anderen Gebieten. Das Werk in Wotkinsk galt als das größte Maschinenbauwerk: Dampfer, Lokomotiven, landwirtschaftliche Geräte und Motoren wurden hier produziert und auf dem Wasserweg in andere Städte transportiert. Zu bedeutenden Industriezweigen wurden Eisengießerei, Maschinenbau und Metallverarbeitung. Vom Ende des 19. Jahrhunderts blieben die größten Werke nur in Wotkinsk und in Ishevsk erhalten. Ende des 19. Jahrhunderts zählte die Region 30 Fabriken und Werke.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts machte die Volkswirtschaft in Udmurtien einen großen Schritt nach vorn, besonders im Industriebereich. In den schweren Jahren des Großen Vaterländischen Krieges trug die udmurtische Industrie viel zu dem Sieg unseres Landes bei. Damals ist ein mächtiger Militär-Industrie-Komplex entstanden. Nach dem Krieg wurden die Werke in der Republik neu ausgestattet, die Produktion mechanisiert, automatisiert und elektrifiziert; Tausende von Werkzeugmaschinen wurden modernisiert.


Es geht weiter mit

nah1. Karte von Udmurtien

nah2. Willkommen in Udmurtien!

nah3. Transportmöglichkeiten

nah4. Politischer Aufbau und Staatssymbolik der Republik Udmurtien

nah5. Udmurtien - das Land der 1000 Wasserquellen

nah6. Udmurtien-Chronik

nah7. Die Entwicklung der Industrie

nah8. Industrie heute

nah9. Landwirtschaft

nah10. Natur

nah11. Klima

nah12. Wenn der Hahn kräht ...

nah13. Sanatorien - Profilaktorien

nah14. Es lohnt in Udmurtien zu sehen ...

nah15. Ishevsk

nah16. Praktische Tipps fürs tägliche (Über-) Leben

nah17. Literaturverzeichnis

nah18. Impressum

nach oben Autoren: Galina Novitskaja, Witalij Gorbuschin; Web:EmailRainer Kunze Datum: Herbst 2004. Letzte Änderung am 06. November 2004
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