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Austausch zwischen dem Gymnasium Johanneum, Lüneburg, und der Schule 22, Ishevsk

Reiseführer Udmurtien

Dieser Reiseführer über Udmurtien ist an der Schule 22 entstanden
Sie finden hier die Online-Version des gedruckt vorliegenden Werks

Sehenswürdigkeiten in Ishevsk


Das Wahrzeichen von Ishevsk - Der Turm des Waffenwerks

Das Hauptgebäude des Waffenwerkes ist ein Muster der Baukunst in der Geschichte von Ishevsk. Nicht umsonst ist der Hauptturm seit langem ein Wahrzeichen der Stadt. Das ganze Gebäude stellt ein kompliziertes Ensemble vor, das nach dem Entwurf von S. E. Dudin gebaut worden ist. Das Gebäude mit dem Turm ist ein bemerkenswertes Denkmal der Macht der russischen Waffen, Monument des Sieges im Krieg von 1812. Dieses einzige in der Geschichte der weltumfassenden Baukunst Gebäude wurde mit einer triumphierenden Säule gekrönt. Das Hauptgebäude gilt als wertvolles Meisterwerk der Architektur in der Kunstgeschichte Udmurtiens. Ein vollberechtigter Baumeister neben Dudin wurde auch A. F. Derjabin. Das von ihnen geschaffene Gebäude wurde das erste mehrstöckige industrielle Gebäude in Russland.

Die Städtische Turmuhr, die Uhr auf dem Turm des Werkgebäudes, wurde zuerst hergestellt und dann im Laufe von 1836 bis 1839 eingerichtet. Den Mechanismus der Turmuhr haben der deutsche Meister Christian Schiotz und seine Helfer R. Gluschakow und D. Mersljakow 1833-1838 hergestellt. Diese Turmuhr läutet bis heute jede Viertelstunde. Die 10 Glocken für die Turmuhr wurden in Kasan gegossen. Die größte Glocke wiegt 8 Pude (altrussisches Gewichtmaß: 1 Pud entspricht 16 kg). Im runden Teil des Turmes wurde der Mechanismus der Uhr mit einem Durchmesser des Ziffernblattes von 1,5 m untergebracht. Die ausgedehnte Halle mit dem 50 m hohen Turm wurde des Herz der Stadt Ishevsk.
Im Frühling 1735 wurde ganz zufällig unter den Sümpfen und der Taiga ein unansehnlicher Berg entdeckt, der von Magneteisensteinen glänzte. Dieser Berg wurde "Segen" genannt, weil der Gewinn riesig sein konnte. Es erschien notwendig, die Eisenwerke in der Nähe von diesem Berg zu errichten. Den Bau hat der Bergingenieur A. S. Moskwin geleitet. Und im Frühling 1760 fing unter Leitung von Moskwin der Bau des Deiches an den Ufern der Ish unter dichtem Wald an. Die Stelle war nicht zufällig gewählt: die Flüsse der Kama-Umgebung passten für den Bau des Deiches und die Bildung eines großen Wasserbehälters, der Reichtum von den Waldressourcen erleichterte es, Ausgangsmaterial zu finden.

Den Deich bauten die Bauern, die aus den naheliegenden Dörfern gewaltsam hierher verjagt worden waren. Es waren Udmurten, Russen und Tataren. Auf dem Blut des Volkes ist der berühmte Ishevsker Deich gebaut. Auf jede Sashen (russisches Längenmaß: ein Sashen entspricht 2,133 m) ist ein Bauer umgekommen. Und die Länge des Deiches ist 280 Sashen, die Höhe - 4 Sashen. Im Juni 1763 hat man die Gewässer der Ish zum ersten mal auf die Krüge der fünf Hämmer strömen lassen. Das Ishevsker Werk war in Betrieb! Zuerst wurde das eiserne Erz vom Berg "Segen" hierher gebracht und dann zu Stahl verarbeitet. So diente dieser Stahl den Bauern, Kriegern und Seemännern Russlands.

Vor dem Hauptturm des Waffenwerkes ist das Derjabin-Denkmal zu sehen, das zum hundertjährigen Jubiläum nach dem Entwurf von Volksmeister Sitnikow errichtet wurde.

Ishevsk hat manche Denkmäler. In erster Linie ist hier das Monument der Völkerfreundschaft zu nennen. Es befindet sich am Stausee. Dieses Denkmal symbolisiert die Freundschaft des russischen und udmurtischen Volkes. Sein Grundstein wurde im Jahre 1958 zu Ehren des 100-jährigen Beitritts Udmurtiens zu Russland gelegt.

! Wenn Sie vom Zentralplatz zum Stausee gehen, geraten Sie gerade zu diesem Monument.

Das Denkmal der Völkerfreundschaft, das im Volksmund - wegen seiner Form - auch 'die Ski der Kolakova', einer bekannten udmurtischen Skiläuferin, genannt wird. Es steht über dem Ufer des Stausees


Nationalheimatkundemuseum Arsenal: Von dem bekannten Baumeister Dudin stammt der Entwurf des Arsenals (Waffenlager). Seit dem Sommer 1823 bis zum Herbst 1824 baute man das Gebäude, das im Stil des russischen Klassizismus errichtet wurde. Es ist sehr originell und praktisch. Einmal, als Alexander der Erste nach Ishevsk kam, wunderte er sich über die Schönheit des Gebäudes und hat den Baumeister Dudin mit dem Wladimir-Orden ausgezeichnet. Im Laufe von vielen Jahrzehnten lagerte man hier die Waffen, die im Waffenwerk hergestellt und später an die Militärtruppen geliefert wurden. In einem Teil wurden zahlreiche Waffenmuster-Instrumente und Werkmechanismenmodelle gesammelt. Zur Zeit befindet sich in diesem Gebäude das Heimatmuseum, in dem Möbel, Geräte, Trachten und Geschirr aus dem ländlichen Bereich des udmurtischen Volkes ausgestellt sind. Kommunarow Str. 287

Das Heimatkundemuseum 'Arsenal'

Frauen in udmurtischer Tracht


Das Museum der Bildenden Künste wurde am 29. Oktober 1980 zu Ehren des 60-jährigen Jubiläums der Gründung der Autonomen Udmurtischen Republik eröffnet. Seine erste Ausstellung war die Kunst der Sowjetischen Udmurtischen Republik. Damals hatte das Museum einen Fundus von 41 Exponaten. Zur Zeit besitzt das Museum die Sammlung der russischen Maler S.Serebrjakow, A. Wasnezow, A. Bogoljubow, S. Mamutin, Pylow und Repin. Das Museum hat heute 4.000 Exponate. Es befindet sich in dem alten Gebäude an der Kirow-Straße 128, nicht weit vom Stadtzentrum. Tel.: 43-17-85

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nah1. Karte von Udmurtien

nah2. Willkommen in Udmurtien!

nah3. Transportmöglichkeiten

nah4. Politischer Aufbau und Staatssymbolik der Republik Udmurtien

nah5. Udmurtien - das Land der 1000 Wasserquellen

nah6. Udmurtien-Chronik

nah7. Die Entwicklung der Industrie

nah8. Industrie heute

nah9. Landwirtschaft

nah10. Natur

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nah12. Wenn der Hahn kräht ...

nah13. Sanatorien - Profilaktorien

nah14. Es lohnt in Udmurtien zu sehen ...

nah15. Ishevsk

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nah17. Literaturverzeichnis

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nach oben Autoren: Galina Novitskaja, Witalij Gorbuschin; Web:EmailRainer Kunze Datum: Herbst 2004. Letzte Änderung am 07. November 2004
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