Gymnasium Johanneum Hansestadt Lüneburg

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03.01.2013

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Politik

Vorstellung der Fachgruppe

Studien- und Berufswahl
Jeweils im November finden für alle Klassen die Tage der Studien- und Berufsorientierung statt, und zwar sowohl im Berufsinformationszentrum als auch in der Universität. Mit Beginn des Schuljahres 1984/85 wurde der studien- und berufswahlorientierende Unterricht eingeführt, der Schülerinnen und Schüler anregen soll, sich frühzeitig mit Problemen und Fragen der Berufswahl auseinander zu setzen. Eine Fülle von Maßnahmen sind seitdem entwickelt worden, wobei es darum geht, den berufsorientierenden Unterricht nicht als einen von außen aufgepfropften Fremdkörper, sondern als integrales Element in das Bildungskonzept des Gymnasiums einzubinden. Ausgehend von dem in Klasse elf stattfindenden Schülerbetriebspraktikum werden unter Einbeziehung der Arbeitsverwaltung Lüneburg, der Studienberatungsstelle der Universität Lüneburg und nicht zuletzt von Praktikern aus der örtlichen Wirtschaft Organisationsformen von Unterricht entwickelt, die insbesondere das Aufsuchen von außerschulischen Lernorten ermöglichten. Im Politikunterricht erfolgt die jeweilige unterrichtliche Anbindung.

Kernstück des Konzepts ist ein zweitägiges Kompaktseminar, in dem einerseits Problemanalyse bezüglich des Prozesses der Berufswahl betrieben wird, andererseits Wege aufgezeigt werden, in welcher Weise Schule, Arbeitsverwaltung, Studienberatung und Wirtschaft zusammenarbeiten können, damit ein möglichst effizientes Informationsangebot für Schülerinnen und Schüler erreicht wird.

Die Gestaltung eines solchen zweitägiges Kompaktseminar wird im ausführlichen Programm deutlich:

Erster Tag:

  • Einführung in die Thematik
  • Besuch des BIZ
  • Bewerberseminar durch Referenten aus der Wirtschaft

Zweiter Tag:

  • Informationen durch die Studienberatungsstelle Lüneburg
  • Besuch von ausgewählten Studienveranstaltungen
  • Gespräch mit Studierenden über deren Studienverlauf

An die Tage der Berufsorientierung schließt sich zum Halbjahreswechsel für die elften Klassen das Betriebspraktikum für Schülerinnen und Schüler an, wo schon Begegnungen mit der späteren beruflichen Wirklichkeit ermöglicht werden können. Das Gesamtkonzept für die Oberstufe sieht wie folgt aus:

11. Jahrgang
12. und 13. Jahrgang
Tage der Berufsorientierung
Schülerbetriebspraktikum
Präsenztage der Arbeitsverwaltung
Betriebsbesichtigungen
Besuch von Hochschulinformationstagen
Teilnahme an Schnupperstudiengängen
Hochschulbesuche ausgewählter Fachbereiche in Leistungskursen
Berufsmessen mit Berufspraktikern
Besichtigungen von Betrieben und Forschungseinrichtungen
Besuch von Informationsangeboten der Arbeitsverwaltung, IHK, Handwerkskammer
Teilnahme am Management Information Game Informationsangebot in der Schülerbibliothek

 

Anmerkungen zu dieser Übersicht:
1. Betriebspraktikum: Der Erlass des MK lässt es zu, dass ein bis zwei Praktika in den Klassenstufen 9, 10 oder 11 durchgeführt werden können. Wegen der Verzahnungsmöglichkeit von Theorie (Tage der Berufsorientierung) und Praxis wird am Johanneum das Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 11 durchgeführt. Zudem bietet sich über den Politikunterricht eine sinnvolle unterrichtliche Einbindung an, die über die Vermittlung von Kenntnissen der Betriebs- und Volkswirtschaft hinausweist.

2. Betriebserkundungen:

Solche Veranstaltungen konfrontieren mit der Arbeits- und Berufswelt und geben Einblicke in die gesellschaftlichen und persönlichen Bedingungsfaktoren der beruflichen und betrieblichen Sozialisation.

3. "Schnupper - Studium" und Hochschulinformationstage: Beide Veranstaltungen eignen sich in der Regel, Schülerinnen und Schülern einen konkreten Zugang zu weiteren Ausbildungsgängen zu liefern. Sie können dazu beitragen, Anregungen für die Studien- und Berufswahlentscheidung zu geben. Dies gilt um so mehr, wenn eine direkte Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern, Hochschullehrkräften und Studentinnen und Studenten organisatorisch möglich ist. In diesem Zusammenhang sind insbesondere solche Veranstaltungen hervorzuheben, die im Kursverband angeboten und wahrgenommen werden. 4. Berufsmessen: Sie zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass hier insbesondere Eltern, ehemalige Schülerinnen und Schüler und örtliche Berufspraktiker die Gelegenheit haben, ihre Erfahrungen den Schülerinnen und Schülern mitzuteilen. 5. Anmerkung: Da die Quote der Abgänger nach Klasse zehn gering ist, wird bewusst darauf verzichtet, eigenständige Informationsblöcke in den Klassen neun und zehn zur Berufsorientierung anzubieten. Lediglich im regulären Politikunterricht wird eine knapp gehaltene Unterrichtseinheit zu diesem Thema angeboten. Zusätzlich erhalten die zehnten Klassen allerdings Informationen über das Bildungsangebot der Berufsbildenden Schulen.
Das Management Information Game
Das Management Information Game (kurz: MIG) ist ein in der Schweiz entwickeltes Unternehmensplanspiel. Drei Gruppen, die miteinander konkurrierende Unternehmen darstellen, ist die Aufgabe gestellt, eine jeweils unternehmensspezifische Zielsetzung zu formulieren und diese dann in entsprechende Planungen und Entscheidungen umzusetzen. So muss z. B. über Art und Umfang der Produktion entschieden und Entwicklungsaufwendungen geplant werden. Es besteht die Möglichkeit, selbst entwickelte Produkte auf zwei Märkten und über verschiedene Vertriebskanäle anzubieten. Verkaufspreise müssen realistisch gestaltet werden und auch die Anzahl der Mitarbeiter und deren Fortbildung muss bei den Unternehmensplanungen bedacht werden. Darüber hinaus gilt es, ein möglichst positives Firmenimage aufzubauen und die Aktionäre mit einem attraktiven Börsenkurs zufrieden zu stellen. Die Entscheidungen der Planspielunternehmen werden im Anschluss an jede Spielrunde, welche ein Geschäftsjahr darstellt, durch den Spielleiter in einem PC - gestützten Simulationsmodell ausgewertet und die Ergebnisse in Form eines umfassenden Markt- und Geschäftsberichtes den Unternehmen vorgelegt. Dieser ist die Grundlage eines Vergleiches der Ist - und Soll – Zustände zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres. Nun müssen die Vorstände der Planspielunternehmen darüber beraten, ob sie ihre bislang verfolgten Strategien fortsetzen oder korrigieren wollen. Durch Informationsblöcke, die von Führungskräften aus der regionalen Wirtschaft gestaltet werden, wird das eigentliche Planspiel ergänzt. Hierdurch können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des MIG ein besseres Verständnis für die realen wirtschaftlichen Zusammenhänge und Problemstellungen erlangen. An diesem Seminar nehmen in der Regel Schülerinnen und Schüler aus Politik - Leistungs- oder Prüfungskursen teil.

Peter Scholl /Dietrich Okrent

0809_FG_Politik

v.l.n.r.: Ortrud Röhrup-Wieckhorst, Gerhard Glombik, Paul–Peter Scholl, Beate Hochhaus, Claudia Jeske, Ulrich Schulz

 

Autor: Stefan Springmann -- zuletzt geändert: 16.9.2008 9:15



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